Schweizer Zug-Sim-Games sind in Asien ein Riesenhit

Transport Fever ist eine Tycoon-Simulation mit Eisenbahn-Schwerpunkt.
Transport Fever ist eine Tycoon-Simulation mit Eisenbahn-Schwerpunkt.Urban Games
"Transport Fever 2" und seine Vorgänger sind millionenfach heruntergeladen worden. Die Spiele erfreuen sich vor allem in Japan großer Beliebtheit.

Die Firma Urban Games beschäftigt 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schaffhausen. In den Büros beim Bahnhof ist unter anderem "Transport Fever 2" entstanden: Eines von drei Zugsimulator-Spielen, die die Firma bislang veröffentlicht hat. In den Games, die für PC und Mac erhältlich sind, kann man sich als Gleisbauerin oder Lokführer versuchen und seine eigene Verkehrswelt bauen. Die Spiele sind außerhalb der Schweiz äußerst beliebt. Zwei Millionen Mal wurden sie bislang verkauft. Das neueste und beliebteste – "Transport Fever 2" – hat alleine über 14 Millionen Euro eingespielt. Bei Entwicklungskosten von rund 3,85 Millionen Euro hat das zu einem satten Gewinn geführt.

Schweizer Simulator-Games erfreuen sich großer Beliebtheit

Urban Games wurde 2013 von zwei Brüdern gegründet. Die ETH-Ingenieure wollten schon lange ein Game realisieren und waren mit der Entwicklung ihres ersten Zugsimulators "Train Fever" auch schon weit fortgeschritten. Doch die Kosten für die Fertigstellung des Spiels waren zu hoch, um diese alleine zu stemmen. Also starteten sie ein Crowdfunding. 240.000 Euro konnten sie so von Fans aus der ganzen Welt einsammeln. Nach fünf Jahren war das Geld zurückbezahlt und die Programmierer konnten sich an die nächste Ausgabe machen.

Die Fan-Community von "Transport Fever" arbeitet seither am Erfolg des Games mit. In Form sogenannter "Modifications" bringen sie Anpassungen und Veränderungen an. Eine der beliebtesten Mods ist eine Fahrplan-Gestaltungsapp. "Wir vermuteten zunächst, das Feature sei zu komplex für unsere Nutzer, doch mittlerweile wurde das Fahrplan-Mod über 50.000 Mal runtergeladen", erklärt Firmenchef Basil Weber gegenüber den Tamedia-Zeitungen. Besonders in Japan, dem Heimatland des Schnellzugs Shinkansen, verkaufen die Schweizer viele Games. Mittlerweile sind die Spiele von Urban Games so erfolgreich, dass auch schon ausländische Investoren in Schaffhausen angeklopft haben.

Der Erfolg von "Transport Fever 2" erinnert an ein anderes Simulator-Spiel aus der Schweiz. In "Farming Simulator" kann man sich als Landwirtin oder Landwirt ausgeben. Das Game des Zürcher Entwicklungsstudios Giant Software ist das erfolgreichste Game aus helvetischer Küche und führte diesen Herbst zwischenzeitlich sogar Top-Sellers-Liste auf der Gaming-Plattform Steam an.

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