Ein aktueller Fall sorgt in der Steiermark für politischen Wirbel: Ein schwerverletzter Patient soll nach einem Unfall zunächst das LKH Bruck aufgesucht haben. Dort habe er laut SPÖ keine entsprechende Notfallversorgung erhalten und sei zur weiteren Behandlung nach Leoben verwiesen worden.
Für den steirischen SPÖ-Chef Max Lercher zeigt der Fall die Folgen der Schließung der Akutambulanz am LKH Bruck. Die Sozialdemokraten hatten bereits zuvor vor Problemen bei der Versorgung gewarnt.
"Genau vor diesen Entwicklungen hat die steirische Sozialdemokratie bei der Schließung der Akutambulanz gewarnt. Jetzt zeigt sich immer deutlicher, wie fatal diese Entscheidung der blau-schwarzen Landesregierung für die Versorgungssicherheit im gesamten Bezirk Bruck-Mürzzuschlag ist", kritisiert Lercher. "Wenn ein schwerverletzter Patient nach einem Unfall nicht unmittelbar am nächstgelegenen Spitalsstandort versorgt werden kann, sondern weiterfahren und somit neuerlich auf eine Behandlung warten muss, dann läuft etwas grundlegend falsch", sagt der SP-Politiker weiter.
Auch Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Stefan Hofer kritisiert die Situation. Die Sorgen aus der Region seien von Landesregierung und KAGes zuvor beschwichtigt worden.
"Dieser bedauerliche Fall zeigt jedoch erneut, dass die Einwände berechtigt waren. Umso mehr sind die Verantwortlichen jetzt gefordert, ihren Kurs zu ändern und diesen Missstand unverzüglich zu beenden."
Lercher fordert nun eine Kehrtwende bei der Versorgung in Bruck. "Es geht hier nicht um irgendeine Verwaltungsentscheidung, sondern um die Sicherheit der Steirerinnen und Steirer. Im medizinischen Notfall zählt jede Minute. Die Bevölkerung muss darauf vertrauen können, dass sie im eigenen Bezirk rasch und kompetent versorgt wird."
Für den SPÖ-Chef steht deshalb fest: "Eine 24/7-Akutversorgung muss an allen Spitalsstandorten gewährleistet sein. Darauf haben die Steirerinnen und Steirer ein Recht. Wir brauchen keine Ausreden und keine nachträglichen Rechtfertigungen, sondern eine sichere Versorgung vor Ort. Bruck braucht wieder eine Akutambulanz."