Wie "20 Minuten" berichtet, ist in Schweden ein etwa 60-jähriger Mann im Wald von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Er wurde schwer verletzt und ist später im Spital gestorben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Noch immer sind tausende Haushalte in Schweden und im benachbarten Finnland ohne Strom.
Schon am Samstag hatte es in Schweden zwei weitere Todesopfer durch den Sturm gegeben. In der Nähe des Skigebiets Kungsberget wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. Weiter nördlich kam ein Mitarbeiter des Stromversorgers Hemab bei einem Einsatz ums Leben.
Ein Augenzeuge, der gerade in Bergen in Norwegen ist, schilderte gegenüber dem Medium die Situation: "Seit wir am Samstag angekommen sind, ist es ununterbrochen am Schneien. Es ist kalt und windig. Am Sonntag durften wir nicht einmal die Stadt verlassen aufgrund des Schneesturms."
Die schwedische Wetterbehörde hat für die nördlichen Landesteile Warnungen ausgegeben. Sowohl in Schweden als auch in Finnland kam es zu großflächigen Stromausfällen. Laut der Nachrichtenagentur TT waren am Sonntagfrüh in Schweden noch mindestens 40.000 Haushalte ohne Strom. In Finnland waren es sogar 85.000. Die Energieversorger rechnen damit, dass die Reparaturen noch mehrere Tage dauern.
Auch der Flugverkehr war betroffen: Am Flughafen im nordfinnischen Kittilä musste der Betrieb eingestellt werden, nachdem ein Passagierflugzeug und eine kleinere Maschine wegen der starken Windböen von der Landebahn abgekommen waren. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt.