Yaya Sithole blickte verzweifelt in Richtung Himmel über dem Aztekenstadion, dann trottete der Südafrikaner mit hängenden Schultern vom Rasen: Gegentor im Eröffnungsspiel gegen Mexiko verschuldet, Rote Karte kassiert – so sieht ein richtig vergeigter Tag aus. Nach nicht einmal einer Stunde Spielzeit hatte die Fußball-WM ihre erste tragische Figur.
Sphephelo S'Miso Sithole, so "Yayas" voller und klangvoller Name, ist eigentlich ein grundsolider Mittelfeldspieler, 27 Jahre alt, berufstätig bei CD Tondela, mit dem er gerade aus Portugals erster Liga abgestiegen ist. Doch Sitholes 29. Länderspiel sorgte dafür, dass der Abstieg bei weitem nicht sein unerfreulichstes Fußball-Erlebnis im Jahr 2026 war.
In der neunten Minute hatte Sithole den Ball am eigenen Strafraum gegen Erik Lira verloren, Julian Quinones dankte mit dem ersten Treffer dieser Mega-WM.
Und nach der Pause endete Südafrikas zaghafte Aufholjagd, als Sithole dem enteilten Brian Gutierrez von hinten in die Beine stolperte (49.). Schiedsrichter Wilton Sampaio aus Brasilien zeigte unverzüglich Rot. Und machte Yayas WM-Tragödie perfekt.
Ach ja: Der Südafrikaner trägt bei dieser WM die Nummer 13. Wohl nur ein schwacher Trost für ihn: Mit seinem Teamkollegen Themba Zwane (84.) und Mexiko-Kapitän Cesar Montes (90+2.) sahen zwei weitere Spieler noch Rot.