Vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi hat sich am Mittwoch ein schweres Erdbeben ereignet. Das Beben erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 7,4 und ereignete sich in einer relativ geringen Tiefe von 35 Kilometern.
In der Stadt Manado kam eine 70-jährige Frau ums Leben, als sie von herabfallenden Trümmern getroffen wurde. Das Epizentrum lag zwischen dem Norden Sulawesis und den Nordmolukken, rund 127 Kilometer westnordwestlich der Stadt Ternate.
Wie der Spiegel berichtet, wurde für die Inseln rund um die Molukkensee eine Tsunamiwarnung ausgegeben. Die Behörden registrierten Wellen zwischen 20 und 75 Zentimetern. Diese Warnung wurde jedoch wenig später wieder aufgehoben.
Zunächst bestand die Möglichkeit von Flutwellen im Umkreis von bis zu 1.000 Kilometern. Auch Küsten auf den Philippinen und in Malaysia könnten betroffen sein, hieß es. Die Gefahren wurden jedoch als gering eingestuft.
Indonesien liegt im sogenannten pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinandertreffen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher sehr häufig. Speziell in Indonesien kommt es oft zu Naturkatastrophen.