Der Sommer lädt zu ausgiebigen Besuchen in den Bädern ein. Dabei kann man sich auch sportlich betätigen, denn Schwimmen zählt zu einer der gesündesten Sportarten überhaupt. Für alle die sich lieber an Land betätigen, fand eine Studie interessante Neuigkeiten über das Joggen heraus.
Der Sommer lädt dazu ein, und man sollte ihn auch dazu nutzen: Schwimmen. Es ist eine der gesündesten und zielführendsten Sportarten, sagt die Wiener Expertin Dr. Ingrid Heiller. Sie ist leitende Fachärztin für Physikalische Medizin am Orthopädischen Spital Speising und im Krankenhaus Barmherzige Schwestern in Wien.
Durch Schwimmen werden alle Gelenke richtiggehend durch die Gelenksflüssigkeit "geschmiert", wobei gleichzeitig die Belastung gering ist, da der Wasserauftrieb die Kraft reduziert, die auf die Gelenke wirkt. "Es ist so, als hätte man nur ein Sechstel seines Gewichts zu tragen, wenn man im Wasser steht", so Ingrid Heiller, leitende Fachärztin für Physikalische Medizin am Orthopädischen Spital Speising.
Hoher Kalorienverbrauch ist gewiss
"Beim gemächlichen Schwimmen verbraucht der Körper etwa 550 Kilokalorien pro Stunde - natürlich abhängig von Alter, Gewicht und Körpergröße-, das ist fast so viel wie beim Joggen, wo der Körper rund 650 kCal verbraucht, gleichzeitig aber die Gelenke viel stärker belastet werden", resümiert die Bewegungsexpertin.
Durch ehrgeiziges Sport-Schwimmen, wie etwa Kraulen, baut der Körper sogar rund 900 Kilokalorien in der Stunde ab. Dieser Wert, vor allem im Vergleich mit dem Aufwand, ist mit fast keiner anderen Sportart vergleichbar. Gleichzeitig wird durch Wassersport der Muskelaufbau immens gefördert. Der Grundumsatz steigt dadurch, "das bedeutet: man kann mehr essen, ohne zuzunehmen", erläutert die Medizinerin.
Kurzes joggen reicht vollkommen aus
Für alle, die eher dem Laufen zugeneigt sind, gibt es gute Nachrichten: Nach eines Studie aus Texas ist tägliches Laufen in der Größenordnung zwischen fünf und zehn Minuten für die Gesundheit ebenso günstig wie ein intensives Jogging-Pensum von drei Stunden in der Woche
Demnach verlängert das regelmäßige Laufen kurzer oder langer Distanzen die Lebensdauer im Durchschnitt um drei Jahre gegenüber Nicht-Joggern. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Journal of the American College of Cardiology" veröffentlicht.
Auch das Lauftempo ist nicht von großer Bedeutung. Wer mit weniger als zehn Stundenkilometern läuft, fördert sein gesundheitliches Wohlergehen ebenso wie ein schneller Jogger. Die körperliche Bewegung wirkt sich speziell auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus.