Österreichs WM-Traum ist geplatzt. Eine 0:3-Niederlage im WM-Sechzehntelfinale gegen Europameister und Turnier-Mitfavorit Spanien bedeutete das Aus. Was bleibt, ist die erstmalige WM-Teilnahme seit 28 Jahren, der erste WM-Sieg seit 1990 und das erste K.o.-Spiel eines rot-weiß-roten Teams seit 1954. Und ein denkwürdiger Moment, den uns Torschütze Sasa Kalajdzic und ORF-Kommentator Daniel Warmuth beim verrückten 3:3 gegen Algerien beschert hatten.
Die Spanier waren für Österreich eine Nummer zu groß, das wurde im hochmodernen Stadion von Los Angeles deutlich. Mikel Oyarzabal (36., 89.) und Pedro Porro per Kopf (66.) hatten für den amtierenden Europameister genetzt. Sie beendeten das rot-weiß-rote WM-Märchen.
Ein Märchen, das ohnehin nur für 20 von 26 Spielern in Erfüllung gegangen war. Das zeigt nämlich ein Blick auf die WM-Einsatzminuten. Gleich sechs Spieler in Rot-Weiß-Rot waren nämlich Teil des WM-Kaders von ÖFB-Coach Ralf Rangnick, haben es aber auf keine einzige WM-Einsatzminute gebracht. Das waren neben den beiden Torhütern Patrick Pentz und Florian Wiegele auch die Abwehrspieler David Affengruber und Michael Svoboda, die in allen vier WM-Partien nur Ersatz gewesen waren. Außerdem "Bankdrücker": Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf und der für den verletzten Christoph Baumgartner nachnominierte Dejan Ljubicic.
Die Dauerläufer im ÖFB-Team waren derweil Marcel Sabitzer, der eines der sechs WM-Tore Österreichs erzielt hatte. Er absolvierte, genauso wie Schlussmann Alexander Schlager und Konrad Laimer jede Spielminute – das macht insgesamt 412 Minuten inklusive Nachspielzeit. Dahinter folgen Stefan Posch (370), Nicolas Seiwald (361) und Teamkapitän David Alaba (302).
Marko Arnautovic hatte es bei seinem letzten Turnier im rot-weiß-roten Dress auf 173 Einsatzminuten gebracht, erzielte dabei allerdings zwei Tore. Der ÖFB-Spieler mit den wenigsten Einsatzminuten ist Marco Friedl, der exakt 30 Minuten lang ran durfte.