David Alaba empfand nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen Spanien bei der Weltmeisterschaft eine "große Leere" – und ließ dann sogar seine Zukunft im Nationalteam offen. Wie gut, dass die Familie des Superstars vor Ort war. Der ÖFB-Kapitän wurde von seinen Liebsten aufgeheitert.
Zur Unterstützung Alabas reiste seine ganze Familie nach Santa Barbara und war natürlich auch im Sechzehntelfinale gegen Spanien in Los Angeles vor Ort und feuerten ihren Helden an. Nach dem Spiel war die Stimmungslage aber eine gänzlich andere – statt Feiern war Trösten angesagt.
Denn Alaba suchte nach den Interviews und der Ansprache von Ralf Rangnick direkt den Weg zu seiner Familie. Wie auf Bildern von Schwester Rose Maya zu sehen ist, kümmerten sich Frau Shalimar und ihr gemeinsamer Sohn Zion rührend um den enttäuschten ÖFB-Kapitän. Im leeren Stadion saß die Familie noch lange nach Abpfiff und besprach wohl die Geschehnisse am Platz.
Sportlich steht Alaba jedenfalls vor einer ungewissen Zukunft – auf Klubebene befindet sich der Innenverteidiger nach seinem Aus bei Real Madrid auf Vereinssuche. Wie er nach dem Ausscheiden verriet, stehen in den kommenden Wochen einige Gespräche an. Im Nationalteam ließ der 33-Jährige ebenfalls offen, ob er noch einmal zurückkehren wird.
Fest steht jedenfalls: Für Alaba geht es jetzt erst einmal zurück nach Europa – wie bereits durchsickerte, nicht gesammelt mit der Mannschaft, sondern jeder für sich. Die Enttäuschung kann der ÖFB-Star also am Heimflug weiter mit seiner Familie aufarbeiten.