Seilbahn-Tragödie: Richterin muss nun Fall abgeben

Donatella Buonamici betreut als Richterin das Seilbahnunglück in Italien. Nun wurde entschieden, dass sie den Fall abgeben muss. Das steckt dahinter.

14 Menschen verloren bei einem schweren Seilbahnunglück in Norditalien ihr Leben. Die zuständige Richterin Donatella Banci Buonamici schickte die drei Hauptverdächtigen nach ihrer Verhaftung wieder nach Hause. 

 Das hat nun Folgen: Gerichtspräsident Luigi Montefusco (64) hat entschieden, dass Buonamici den Fall abgeben muss.

Aufgrund eines Formfehlers hätte sie ihn gar nie annehmen dürfen, argumentiert er. Nun ist die Richterin Elena Ceriotti für den Fall zuständig.

Richterin ließ Verdächtige frei

Die Staatsanwaltschaft verhaftete nach dem Unglück den Inhaber der Betreiberfirma "Ferrovie del Mottarone", einen Ingenieur und den Betriebschef. Buonamici ließ sie drei Tage später wieder frei, was für viel Kritik sorgte. Den Technischen Leiter der Bahn verdonnerte sie zu Hausarrest.

Das deutsche Fernsehen ließ kurz nach dem Unglück einen Schweizer zu Wort kommen, der auf YouTube-Filme über die Seilbahn am Lago Maggiore veröffentlichte. 

 Diese zeigen die Gabel-Vorrichtungen, welche wohl die Notbremsung an der Seilbahn am Unglückstag verhinderten.

Keine Mängel

Die Wartungsfirma der Bahn gab an, bei der letzten magnetinduktiven Seilprüfung im November 2020 keine Mängel festgestellt zu haben. Das Südtiroler Unternehmen führt die Prüfung einmal im Jahr durch.

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