Sie hat schon mehr als tausend Ehen geschieden und weiß, was Paare entzweit. Nun lässt die renommierte Anwältin Helene Klaar im Podcast zur ORF-Kuppelshow "Liebesg’schichten und Heiratssachen" aufhorchen: "Ich staune darüber, dass gerade Klientinnen die Verletzung der sexuellen Treue so trifft. So wichtig ist das gar nicht".
Als "Alt-68erin" hält sie nicht viel von Monogamie. Man darf sich nur nicht erwischen lassen, um den Anderen nicht unnötig zu verletzen. "Unbedingt diskret mit Liebschaften sein", so ihr Pro-Tipp. Sie selbst ist seit fast 50 Jahren mit ihrem Mann verheiratet, Affären hatten beide nie. "Wir arbeiten zu viel", so ihr pragmatischer Ansatz.
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Knapp die Hälfte der Österreicher hat schon mal einen Seitensprung gehabt oder wurde selbst betrogen. Hätten die Fremdgänger ihre Finger von den verbotenen Früchten gelassen, wenn der Job sie mehr gefordert hätte? Hatten sie bloß zu viel Freizeit? Wohl kaum. Viel mehr ist es die Suche nach Aufmerksamkeit, Bewunderung, einer Aufwertung des Selbstwertgefühls oder Abenteuerlust, die zur Untreue verführen. Wichtiger als das Motiv für heimliche Schäferstündchen ist jedoch das Danach. Gestehen, gehen, bleiben oder verzeihen. Klar ist nur, es wird nie mehr wie zuvor.