Mit rund 7.000 Quadratmetern zählt der "Saraya-Club" (Anm. früher "Funpalast") im 23. Bezirk nicht nur zu den bekanntesten Bordellen des Landes, sondern auch zum größten in ganz Österreich. Tag für Tag besuchen hunderte Gäste die Amüsier-Sauna in Liesing. In Spitzenzeiten sind dort bis zu 50 Sexarbeiterinnen aus unterschiedlichen Nationen tätig.
Seit 2008 besteht der Betrieb in seiner heutigen Form - seit mittlerweile 18 Jahren kommen Kunden in den Saunaclub und schätzen laut Betreiber vor allem das exklusive Ambiente sowie die Diskretion. Nun steht im Wiener Etablissement aber eine große Veränderung an – denn das größte Bordell Österreichs bekommt ein neues Management!
Wie "Heute" in Erfahrung bringen konnte, wird Sarah Omari ab sofort den "Saraya-Club" leiten – und zwar im Alter von nur 22 Jahren. Ihr Vater Fahim Omari bleibt weiterhin Geschäftsführer des Clubs. "Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe", erzählt Sarah Omari im "Heute"-Talk, die für ihre neue Rolle ihren alten Job aufgegeben hat – und zwar bei der Polizei.
"Ich habe zwei Jahre bei der Wiener Polizei gearbeitet und dort gekündigt, damit ich mich nun um die Geschäfte im 'Saraya-Club' kümmern kann", sagt die 22-Jährige. Die Entscheidung sei ihr zwar nicht gerade leicht gefallen, aber der neue Job viele Vorteile: "Ich muss zum Beispiel keine Überstunden mehr machen und wenn ich Urlaub haben will, geht es jetzt schneller und einfacher", schmunzelt Sarah.
Sarah übernimmt im "Saraya-Club" aber nicht nur alle Management-Tätigkeiten ("Sehr viel Bürokratie-Arbeiten"), sondern trifft auch wichtige Personal-Entscheidungen bei den Mitarbeiterinnen im Bordell. "Das läuft alles über mich. Die Bewerbungen der einzelnen Frauen sowie die Anmeldungen – darum kümmere ich mich alles", erzählt die ehemalige Polizistin.
Saraya Club in Wien-Liesing
Instagram: Saraya - mehr als ein Club
Tiktok: saraya.club
Homepage: Saraya Club
Und die neue "Saraya"-Managerin hat sich schon gut in den neuen Club eingelebt. "Ja, das hat nicht lange gedauert. Ich habe mich immer schon sehr für die Branche interessiert und der Umstieg war nicht schwer", sagt die 22-Jährige zu "Heute". Keine Überstunden, flexible Arbeitszeiten und ein gutes Gehalt – das seien die Hauptkriterien gewesen, warum Sarah Omari ihren Job bei der Wiener Polizei aufgegeben hat.
"Ehrlich gesagt, habe ich mir die Arbeit bei der Polizei etwas schöner vorgestellt. Die ganzen Überstunden haben den Job dann aber oft recht zach gemacht", erklärt die neue Club-Managerin. "Ich habe über die Entscheidung wirklich lange und intensiv nachgedacht und freue mich nun über meine neue Aufgabe", sagt sie weiter und stellt klar: "Und ich habe die Entscheidung auch nie bereut!"
Was auch neu ist! Einmal pro Woche gibt es auf der Plattform TikTok einen Live-Stream vom "Saraya-Club", in der User einen Einblick bzw. Blick hinter die Kulissen in das größte Bordell Österreichs bekommen. Gäste des Clubs dürfen sich zudem in jedem Monat über ganz besondere Events und Partys freuen.