Der türkische Sender "TRT" sorgte beim Gruppenspiel zwischen Kanada und Katar für Verwirrung, als er mitten in der Partie plötzlich in die Werbung schaltete – obwohl die offizielle Trinkpause noch gar nicht begonnen hatte. Besonders bitter: Es ist bereits der zweite Zwischenfall, mit dem der Sender während der Endrunde bei Zusehern für Stirnrunzeln sorgt.
Auslöser war eine Verletzung von Katars Verteidiger Boualem Khoukhi. Nach einem Zusammenprall mit Kanadas Derek Cornelius musste der 34-Jährige in der 22. Minute behandelt werden. Der TRT-Kommentator hielt die Unterbrechung offenbar irrtümlich für die neue WM-Trinkpause und kündigte den Werbeblock an.
Zuvor sorgte der Sender bereits für Aufsehen, weil beim Match zwischen Neuseeland und dem Iran der Kommentator über mehrere Minuten hinweg die Spieler beider Teams verwechselte. Besonders beachtlich: Offenbar fiel der folgenschwere Fehler des Kommentators niemandem aus der Produktion auf, denn der Moderator nannte konsequent vier Minuten lang die falschen Namen.
Während die Zuschauer Werbung sahen, wurde die Partie nach kurzer Behandlung bereits fortgesetzt. Medienberichten zufolge war TRT rund eineinhalb Minuten nicht auf Sendung, ehe der Sender abrupt wieder ins Spiel zurückschaltete. Die Verwirrung war damit aber noch nicht vorbei. Kurz darauf wurde die Begegnung tatsächlich für die vorgeschriebene Trinkpause unterbrochen – und TRT schaltete erneut in die Werbung. Immerhin hatten die TV-Zuschauer Glück im Unglück. Während der versehentlichen Werbeunterbrechung fiel kein Treffer. Erst nach der echten Trinkpause erhöhte Jonathan David auf 2:0 für Kanada.