Serbiens Premierministerin stellt sich gegen Djokovic

Serbiens Premierministerin Ana Brnabic sprach von einem "klaren Regelbruch".
Serbiens Premierministerin Ana Brnabic sprach von einem "klaren Regelbruch".Picturedesk
Nach tagelangen Diskussionen rund um seinen positiven PCR-Test hat Novak Djokovic zum Gegenschlag ausgeholt, gleichzeitig Fehler zugegeben. 

Im Zuge des Gerichtsverfahrens rund um seine zunächst verweigerte Einreise nach Australien als Ungeimpfter mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung wurde bekannt, dass der serbische Tennis-Star am 16. Dezember positiv auf das Coronavirus getestet worden war. 

Das hatte zunächst für Irritationen gesorgt, schließlich besuchte Djokovic am Tag nach dem Positiv-Test noch zwei Veranstaltungen und gab der französischen "l´Equipe" am 18. Dezember ein Interview. Dies gestand der 34-Jährige nun als Fehler ein. Er habe beim Interview zwar eine Maske getragen und Abstand gehalten, sich danach in Selbstisolation begeben, aber "das war, nach genauerem Nachdenken, eine Fehleinschätzung, und ich sehe ein, dass ich diese Verpflichtung hätte verschieben sollen", erklärte die Nummer eins im Tennis auf Instagram. Er hätte den Journalisten nicht enttäuschen wollen, so die Ausrede des Serben.

Premierministerin: "Klarer Regelbruch"

Serbiens Premierministerin Ana Brnabic, die dem Tennis-Star zuletzt noch den Rücken gestärkt hatte, äußerte sich auf das Djokovic-Geständnis angesprochen kritisch. "Das ist ein klarer Regelbruch", sagte die Politikerin der "BBC". "Denn, wenn du positiv bist, musst du in Isolation", ergänzte Brnabic. 

Djokovic-Entscheidung am Donnerstag?

Derweil holte Djokovic in seinem Statement zum Gegenschlag aus. Dass er - offenbar positiv getestet - an einer Veranstaltung mit Kindern teilnahm, rechtfertigte der Serbe mit der Begründung, zu diesem Zeitpunkt nichts von seinem Testergebnis gewusst zu haben. Anschuldigungen seien "verletzend und beunruhigend für meine Familie" gewesen. Auch die Tatsache, dass Djokovics Management im Einreiseformular vor der Ankunft in Melbourne angab, in den letzten 14 Tagen nicht auf Reisen gewesen zu sein - was falsch war- tat Djokovic als "menschlichen Fehler" ab. Obwohl dem Serben dafür sogar eine Haftstrafe droht. 

Djokovic war am 5. Dezember nach Australien gereist, um an den am Montag beginnenden Australian Open teilzunehmen. Ob der Serbe tatsächlich aufschlagen darf, liegt nun in der Hand des australischen Einwanderungsministers Alex Hawke, der das Visum des 34-Jährigen neuerlich stornieren kann. Eine Entscheidung wird jedoch nicht vor Donnerstag erwartet. 

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