Teures Essen, Gefälligkeiten

Sex- und Korruptionsskandal erschüttert Uni Tokio

Ein Korruptionsskandal um einen Professor erschüttert Japans Elite-Universität Tokio. Die Leitung kündigt umfassende Reformen an.
Newsdesk Heute
28.01.2026, 14:03
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Ein Sex- und Korruptionsskandal rund um einen Professor hat die Universität Tokio ordentlich in die Bredouille gebracht. Jetzt musste sich die Elite-Uni sogar offiziell entschuldigen. "Als Bildungs- und Forschungseinrichtung haben wir das Vertrauen der Gesellschaft zutiefst missbraucht", sagte am Mittwoch Uni-Präsident Teruo Fujii. Zuvor war bekannt geworden, dass ein Professor der Uni festgenommen wurde, weil er teure Einladungen zum Essen und sexuelle Dienste in entsprechenden Lokalen als Bestechung angenommen haben soll.

"Wir entschuldigen uns zutiefst und aufrichtig", sagte Fujii bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Gleichzeitig versprach er Reformen an der wichtigsten Universität des Landes.

Im Zentrum des Skandals steht ein Medizin-Professor, der im Bereich Dermatologie forscht. Er soll von einer Firma verschiedene Gefälligkeiten bekommen haben. Das Unternehmen wollte offenbar im Bereich der Verwendung von Cannabidiol (CBD) für Hautpflegeprodukte Fuß fassen. Wie die Zeitung "Asahi Shimbun" berichtet, wollte die Firma gemeinsam mit der Uni eine Studie zu CBD machen und so vom guten Namen der Uni profitieren. Ziel war, die Wirksamkeit des Hanf-Wirkstoffs bei Hauterkrankungen zu belegen.

Der festgenommene Professor und ein mittlerweile nicht mehr an der Uni beschäftigter Mitarbeiter hätten "Mahlzeiten und Unterhaltung in teuren Restaurants, Luxuslounges und Hostessenclubs" erhalten, erklärte ein von der Uni beauftragter Anwalt bei der Pressekonferenz. Außerdem hätten sie auch "sexuelle Dienstleistungen in Sexeinrichtungen" angenommen.

Es ist nicht der erste Skandal dieser Art in Tokio: Erst im November wurde ein plastischer Chirurg der Uni festgenommen, weil er angeblich Schmiergeld von einem Hersteller medizinischer Geräte kassiert haben soll.

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