Sexismus-Skandal – Name von Spielfigur wird geändert

Der "Overwatch"-Held Jesse McCree ist nach einem Ex-Mitarbeiter bei Blizzard benannt. Nun wird der Name nach einer Sexismus-Klage geändert.

Blizzard kämpft seit Wochen mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen die Firma und ihre Mitarbeiter. Mehrere Angestellte sollen andere, mehrheitlich weibliche Kollegen, sexuell belästigt und diskriminiert haben. Dazu hat der US-Bundestaat Kalifornien Blizzard aufgrund der Anschuldigungen verklagt.

Die bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und solche die neu zu Blizzard kamen, wollen den Ruf des Unternehmens nun Schritt für Schritt wiederherstellen. In der neusten Mitteilung geben sie bekannt, dass der "Overwatch"-Held Jesse McCree einen neuen Namen erhält. Grund dafür: Der Charakter wurde nach einem Mitarbeiter benannt, der aufgrund der aktuellen Klage Anfang August entlassen wurde.

Für Nachfolge ist gesorgt

"Wir haben das 'Overwatch'-Universum auf der Basis von Inklusion, Gleichheit und Hoffnung gebaut", heißt es in der Mitteilung. "In der Diskussion, wie wir unseren Werten weiterhin gerecht werden können, haben wir uns entschieden den Namen des Helden McCree anzupassen." Gegen Ende Jahr soll in einer neuen Story rund um den Charakter die Änderung vollzogen werden.

In Zukunft sollen Charaktere nicht mehr nach Angestellten benannt werden und man werde mit Bezügen auf die echte Welt im Game ebenfalls sparsamer umgehen. Jesse McCree war ein langjähriger Game-Designer bei Blizzard. Er arbeitete an "Diablo 4". Das Unternehmen hat laut Mitteilung bereits für seine Nachfolge gesorgt.

Shitstorm nimmt kein Ende

Die kalifornische Klage richtet sich den Vorwürfen, die in den letzten Wochen publik wurden. So gingen mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Erlebnissen an die Öffentlichkeit. Darunter gehörten sexuelle Belästigung, Sexismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz. Die Umstände sollen seit mehreren Jahren so geherrscht haben.

Nach dem die Vorfälle öffentlich wurden, sind zahlreiche Mitarbeiter entlassen worden. Der Präsident J. Allen Brack trat zurück und machte Platz für die Vize-Präsidentin Jen Oneal. Und: Partnerschaften und Sponsoren sind von Deals zurückgetreten. In der Schweiz hat der Detailhändler Brack die Games von Blizzard aus dem Sortiment genommen.

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