Das sexuelle Abenteuer eines Teenagerpaares (beide 17) vor knapp zwei Jahren hatte bis jetzt die Gerichte und Gutachter beschäftigt.
Ein 17-Jähriger hatte 2019 auf einem Zeltfest in NÖ eine Mitschülerin (17) getroffen, mit ihr getanzt, getrunken und geschmust. Schließlich hatte das Paar hinter dem Zelt Sex, sie zeigte ihn wegen Vergewaltigung an.
Beim Prozess zückte der Jugendliche sein Handy und zeigte ein einminütiges Video (Anm.: er hatte beim Sex mitgefilmt). Der Richter erkannte überhaupt keine Gewalt und sprach ihn frei - mehr dazu hier.
In der Folge wurde aber gegen die Schülerin wegen Verleumdung ermittelt, schließlich musste auch die junge Frau auf die Anklagebank - mehr dazu hier. Beim Prozess in Korneuburg wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Der Experte hielt das Mädchen für glaubwürdig, die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren gegen sie schließlich ein.
„Theoretisch könnten wir jetzt eine Wiederaufnahme beantragen. Aber wegen der psychischen Belastung meiner Mandantin nehme ich davon Abstand“, sagt Anwältin Iris Augendoppler.