Gemeinsam mit ihrer US-Landsfrau Breezy Johnson bildete Shiffrin in der Team-Kombination der Frauen ein Gespann, und raste prompt zur Goldmedaille. Johnson bestritt die Abfahrt, Shiffrin den Slalom. Dabei hatte die Siegerin von 99 Weltcuprennen einen Antritt zunächst abgesagt, damit auch Landsfrau und Ski-Ikone Lindsey Vonn einen Korb gegeben.
Nun hat Shiffrin aber bereits im ersten Bewerb der Titelkämpfe in Saalbach die WM gekrönt, die achte WM-Goldene ihrer Karriere eingefahren. Im Slalom zählt die 29-Jährige nun freilich zu den ganz großen Favoritinnen. Auf den Riesentorlauf am Donnerstag verzichtet sie.
Dabei war ein WM-Antritt der US-Amerikanerin bis zuletzt noch völlig offen, nachdem Shiffrin bei ihrem Heimrennen in Killington Anfang Dezember im Riesentorlauf schwer gestürzt war, sich eine tiefe Stichwunde im Bauch zuzog und wochenlang pausieren musste. "Das war unerwartet, es waren schon einige herausfordernde Wochen, Monate. Hier diese Goldmedaille zusammen zu verdienen, war einfach nur großartig", lachte Shiffrin bei "Eurosport". Sie habe sich "sehr weit davon entfernt gefühlt, Medaillen zu erreichen. Ich komme zur WM und erhole mich eigentlich noch", meinte die US-Amerikanerin "Ich bin mit der Einstellung hierher gekommen, dass ich mir gedacht habe: Ich weiß nicht, ob ich gut genug bin, überhaupt hier zu sein", erzählte Shiffrin.
Ihre Stichwunde im Bauch sei eine "komische" Verletzung gewesen, erzählte die Weltcup-Rekordsiegerin, und gab weitere Einblicke. "Es waren die größten Schmerzen, die ich jemals erlebt habe", erzählte die 29-Jährige, die auch von ihrem Verlobten, dem norwegischen Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde, unterstützt wurde. Der aktuell ebenso verletzte Star kam nach Colorado. "Er war rund zehn Tage da. Es war wundervoll, aber gleichzeitig, als würde man einem Baby Süßigkeiten vor die Nase halten. Er konnte mich nicht wirklich berühren, denn alles hat wehgetan. Ich bin im Bett gelegen, er war daneben und wir haben Händchen gehalten", erzählte Shiffrin, betonte aber: "Es war großartig, seine Unterstützung zu haben."
Nun wartet noch der Slalom auf Shiffrin. Ihr zweiter WM-Auftritt geht am Samstag über die Bühne, den Riesentorlauf lässt sie aus: "Mir fehlt vor allem die Zeit. Wir haben versucht, so schnell wie möglich zurückzukommen – eigentlich zu schnell. Körperlich bin ich fit. Aber es geht um das Training, um die Schneetage."