Sicherheit: Flughafen Wien zeigt USA lange Nase

Aus Furcht vor möglichen Anschlägen lassen die USA die Sicherheitsvorkehrungen an ausländischen Flughäfen verschärfen, von denen aus Direktflüge in die Vereinigten Staaten abheben. Von Extremisten ausgetüftelte Sprengstoffe, die bei Sicherheitskontrollen unerkannt bleiben könnten, machten diesen Schritt notwendig, erklärte US-Heimatschutzminister Jeh Johnson am Mittwoch. Der Flughafen Wien sieht sich nicht betroffen und wird an seinem Kontrollsystem nichts ändern, heißt es.

Aus Furcht vor möglichen Anschlägen lassen die USA die Sicherheitsvorkehrungen an verschärfen, von denen aus Direktflüge in die Vereinigten Staaten abheben. Von Extremisten ausgetüftelte Sprengstoffe, die bei Sicherheitskontrollen unerkannt bleiben könnten, machten diesen Schritt notwendig, erklärte US-Heimatschutzminister Jeh Johnson am Mittwoch. Der Flughafen Wien sieht sich nicht betroffen und wird an seinem Kontrollsystem nichts ändern, heißt es.

Die USA fürchten, dass Terrorgruppen aus Syrien und dem Jemen neuartige Sprengsätze entwickeln, die sich nur schwer aufspüren lassen. Das Heimatschutzministerium wolle innerhalb der nächsten zwei Wochen ausländische Flughäfen und Fluggesellschaften anweisen, die Sicherheitschecks auszubauen.

"Unnötige Behinderungen"

Einem Ministeriumsvertreter zufolge sind Airports innerhalb Europas und im Nahen Osten betroffen. Durch die Verschärfung würden vermutlich zusätzliche Kontrollen von Reisenden und deren Gepäck notwendig, hieß es aus Johnsons Behörde. Flugreisende sollten deshalb ausreichend zeitlichen Vorlauf einkalkulieren, auch wenn "unnötige Behinderungen" laut Johnson vermieden werden sollen. Medienberichten zufolge dürften vor allem die Schuhe von Passagieren und elektronische Geräte noch genauer überprüft werden als bisher.

Auch sollen vereinzelt Passagiere genauer unter die Lupe genommen werden. Es gehe um "sichtbare und unsichtbare Maßnahmen", teilte Johnson mit. Die USA teilten "aktuelle und bedeutende Informationen" mit ihren ausländischen Verbündeten und berieten sich mit der Luftfahrtindustrie, hieß es in der offiziellen Mitteilung des Heimatschutzministeriums.

"Einige Regeln bereits verschärft"

Nach Beurteilung der Sicherheitsrisiken habe Johnson die US-Verkehrssicherheitsbehörde damit beauftragt, die verschärften Vorkehrungen an den ausländischen Flughäfen durchzusetzen. Die britische Verkehrsbehörde DfT erklärte Mittwochabend laut "Guardian", dass bereits "einige unserer Regeln für die Luftfahrtsicherheit verschärft wurden".

Wien sieht sich nicht betroffen

Reisende, die vom Flughafen Wien in Richtung USA abheben, müssen aber auch in Zukunft nicht mit vermehrten Sicherheitskontrollen rechnen. Die vom US-Heimatschutzministerium ausgesprochene Warnung betrifft Wien nach Angaben des Innenministeriums nicht.

"Die aktuelle Warnung des US-Heimatschutzministeriums bezieht sich nicht auf Wien", erklärte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck am Donnerstag. Die Sicherheitslage am Flughafen Wien-Schwechat werde aber weiterhin täglich analysiert und beurteilt.
US-Behörden überlegen seit Monaten, die Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen. Sie seien durch Geheimdiensthinweise angespornt worden, nach denen eine besonders extreme Untergruppe syrischer Terroristen in Zusammenarbeit mit jemenitischen El-Kaida-Kämpfern "kreative" neue Bomben entwickle. Sie könnten vorhaben, ein Flugzeug auf dem Weg in die USA oder nach Europa zum Absturz zu bringen.

 

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