Die deutsche Autorin Lena Schätte ist die Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2026. Für ihren Text "Was wir tragen", eingeladen von Juror Thomas Strässle, erhielt sie den mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis. Zusätzlich gewann sie auch den BKS Bank Publikumspreis.
In seiner Laudatio lobte Strässle Schättes Geschichte über die Freundschaft zweier Mädchen, die wegen ihres Gewichts ausgegrenzt werden. Der Text behandle Themen wie Ausgrenzung, Gewalt und Selbstbehauptung und überzeuge durch eine "unübertreffliche" Sprache.
Der 3sat-Preis ging an die Österreicherin Magdalena Schrefel für ihren Text über eine Krebserkrankung. Den Deutschlandfunk-Preis erhielt der deutsche Autor Ozan Zakariya Keskinkilic für "Vater ohne Sohn". Mit dem KELAG-Preis wurde die ungarische Autorin Kinga Toth ausgezeichnet.
Der diesjährige Bewerb in Klagenfurt war nicht nur von Temperaturen bis zu 37 Grad geprägt. Auch Gerüchte über angeblich vorab veröffentlichte Texte sorgten für Diskussionen, bestätigten sich jedoch nicht.