Sieg als Ziel: Keine Spur von Motivationsproblemen

Um einen würdigen Abschluss der leider verpassten WM-Qualifikation - darum geht es den ÖFB-Kickern im letzten Spiel gegen Färöer in Torshavn (Dienstag, ab 20.15 Uhr im Live-Ticker). Alle Spieler betonen, bis unter die Haarspitzen motiviert zu sein, den Sieg zu holen. Färöer-Teamchef Lars Olsen hofft dennoch, dass die Österreicher nach dem 1:2 gegen Schweden vor lauter Enttäuschung aufs Fußballspielen vergessen.

vor lauter Enttäuschung aufs Fußballspielen vergessen.

Auch wenn es um Nichts mehr geht, geht es um viel. Nach Brasilien wird das ÖFB-Team nur als Zuschauer fliegen, aber nach Torshavn kam es, um einen Fluch zu beenden. Zwei Mal versuchte das ÖFB-Team auswärts gegen die Inselkicker zu gewinnen - mehr als ein Unentschieden (2008) und die legendäre Blamage von Landskrona (1990) sah gegen die heutige Nummer 182 der FIFA-Weltrangliste nicht heraus.

Kapitän Christian Fuchs gibt die Marschroute vor: "Wir wollen die Qualifikation gut beenden und werden uns nicht hängen lassen. Ich bin mir sicher, dass wir als Sieger vom Platz gehen werden", versprach der Schalke-Legionär. Von den heutigen Teamspielern waren Fuchs und Andreas Ivanschitz 2008 beim 1:1 dabei. "Damals war es sehr windig, es waren extreme Bedingungen", so Fuchs.

Für Ivanschitz, der am Matchtag seinen 30. Geburtstag feiert, aber kein Grund zur Sorge: "Wir wissen, dass es schwierig ist, dort Fußball zu spielen - nicht nur wegen des Gegners, sondern auch wegen der äußeren Umstände. Aber das wird keine Ausrede sein, wir werden 100 Prozent geben." Als Motivation betrachtet der Burgenländer den . "In diesem Match haben wir ihnen keine Chance gelassen."

Färöer hoffen auf enttäuschte Österreicher

Die bittere 1:2-Pleite von Solna ist bei den meisten allerdings noch nicht verdaut. "Wir müssen erst richtig begreifen, welche Chance wir uns entgehen haben lassen. Aber deswegen dürfen wir nicht in Selbstmitleid verfallen", forderte Fuchs. Da wittert der färöische Nationaltrainer Lars Olsen eine Chance. "Wir hoffen, dass die Enttäuschung der Österreicher ein Vorteil für uns ist", sagte der Däne.

Allerdings warnte Olsen auch vor einer möglichen "Jetzt erst recht"-Stimmung im ÖFB-Lager. "Die Österreicher könnten jetzt noch motivierter sein, um die WM-Qualifikation zu einem positiven Abschluss zu bringen", meinte er. Der 52-Jährige hat sich intensiv mit dem 1:2 der ÖFB-Elf in Solna beschäftigt. "Da waren sie am Anfang sehr stark. Wenn Alaba das 2:0 macht, wäre das Match wahrscheinlich entschieden gewesen. Aber nach dem 1:1 waren die Schweden besser."

Punkt wäre "riesiger Erfolg"

Tief stehen und kontern - das ist das Rezept der Färöer. Sollte die Taktik aufgehen, wäre nach dem 1:1 gegen Kasachstan am Freitag wieder ein Punktgewinn für die Insel-Kicker möglich. "Gegen die Kasachen waren wir schon gut, jetzt hoffe ich auf eine weitere Steigerung. Aber Österreich ist eine viel größere Fußball-Nation, wenn wir da punkten, wäre das ein riesiger Erfolg."

APA/red

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