Todkrankes Kind bekommt Behandlung zum 14. Geburtstag

Nicole ist überglücklich, weil sie die lebensrettende Spritze erhält.
Nicole ist überglücklich, weil sie die lebensrettende Spritze erhält.privat
Was für ein schönes Geburtstagsgeschenk: Genau zum 14. Geburtstag erfuhr die todkranke Nicole, dass sie die teure Spinraza-Behandlung erhält.

Sie ist die dritte Patientin, die nach Georg Policund einer weiteren schwer kranken Frau aus der Steiermark (wir berichteten), die teure Spritze erhält. Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz gab der Mutter von Georg Polic und der zweiten Patientin in erster Instanz recht. Und jetzt kam auch ein überraschender Anruf für die todkranke Nicole. Per einstweiliger Verfügung - weil ihr Leben schon am seidenen Faden hängt - bekam der Teenager doch ein Recht auf sofortige Behandlung.

"Haben die Kages besiegt"

Und weil die Zeit drängt, wird die 14-Jährige schon am Donnerstag, den 7.1, im Spital vorstellig. "Heute ist mein Geburtstag und dieser Anruf ist das beste Geschenk", freut sich Nicole. Die Grazer Anwältin Karin Prutsch vertritt alle drei Patienten und ist überglücklich. "Meine Mandantin weinte vor Glück. Wir haben die Führung der Kages besiegt", teilt sie euphorisch mit. Auch Georg Polic und die zweite Patientin - eine Akademikerin - erhielten zwischenzeitlich Anrufe von den Kages (Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft).

Topanwältin Karin Prutsch setzt sich für die SMA Patienten ein.
Topanwältin Karin Prutsch setzt sich für die SMA Patienten ein.(Bild: privat)

"Fordere für alle SMA Patienten eine sofortige Behandlung"

Allerdings hat die KAGes vier Wochen Zeit, gegen das Urteil von Polic und der Akademikern Rechtsmittel einzulegen. Bei Nicole sind es aufgrund der einstweiligen Verfügung nur 14 Tage, doch da der Termin schon fixiert wurde, steht ihrer Behandlung nichts mehr im Wege. Anwältin Karin Prutsch lässt nach diesem Etappensieg nicht mehr locker. "Die Kages hat den Patienten wertvolle Zeit genommen. Ich fordere für alle SMA (spinale Muskelatrophie) Patienten, dass sie diese Behandlung erhalten. Sie müssen sofort behandelt werden", betont die Grazer Anwältin. 

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