Hamilton feiert umstrittenen Heimsieg in Silverstone

Hamilton feiert mit der britischen Flagge in der Hand.
Hamilton feiert mit der britischen Flagge in der Hand.picturedesk.com
Lewis Hamilton gewinnt den Grand Prix von Silverstone. Zu Beginn des Heimrennens hatte er WM-Leader Verstappen in den Reifenstapel geschickt.

Drama pur in Silverstone! Lewis Hamilton feierte am Sonntag seinen 99. Rennsieg in der Formel 1. Der Mercedes-Star setzte sich vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und seinem Teamkollegen Valtteri Bottas durch.

Hamilton verkürzte den Rückstand auf Max Verstappen in der Fahrer-Weltmeisterschaft auf acht Punkte.

Der Heimsieg im englischen Silverstone wird aber noch für reichlich Gesprächsstoff sorgen. In Runde eins hatte Hamilton Max Verstappen mit einer Kollision in den Reifenstappel geschickt, dafür eine Zehn-Sekunden-Strafe kassiert. Verstappen musste nach dem Einschlag mit 51-facher Erdanziehungskraft ins Spital eingeliefert werden – er leidet laut Angaben seines Vaters Jos Verstappen an Schwindelgefühlen.

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Hamilton will nicht über Crash sprechen

Darum blieb für viele Formel-1-Fans nach der Zielankunft Hamiltons ein fahler Beigeschmack. In seiner ersten Reaktion am Boxenfunk jubelte der Brite über den Sieg, ohne dabei Worte an den WM-Leader Verstappen zu richten.

Nach seinem achten Sieg in Silverstone sagte Hamilton beim Siegerinterview: "Das ist massiv. Es war physisch so schwierig. Wir haben hier das beste Publikum. Mein Heimpublikum! Ich bin so dankbar, den Fans gegenüber. Bleibt sicher, kommt sicher nach Hause. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Das Team war unglaublich das ganze Wochenende."

Auf den Verstappen-Crash angesprochen, wich er aus: "Es ist schwierig. Ich glaube, ich habe das ganze Wochenende alles gegeben. Ich habe alles gemacht, dass dieses Auto so läuft hier. Wir haben gewusst, wir kommen mit einem kleinen Rückstand hier her. In dieser Situation war ich neben ihm. Ich habe die Strafe auf mich genommen. Aber es ist schön, dass wir die Zuschauer heute so unterhalten haben."

Direkt nach dem Unfall hatte Hamilton am Boxenfunk betont, dass er vor Verstappen in die Kurve gegangen war, Verstappen in sein Auto reingelenkt habe. Die Stewards waren anderer Meinung.

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Leclerc schrammt an Sieg vorbei

Brisant: Hamilton überholte den in Führung liegenden Leclerc zwei Runden vor Rennende exakt an jener Stelle, an der er Verstappen in der ersten Runde bei einem ähnlichen Überholmanöver von der Strecke katapultiert hatte. Das Tempo des siebenfachen Weltmeisters war deutlich höher als jenes vom Führenden. Er hätte sich leichtere Passagen für sein Überholmanöver aussuchen können, schien sich und vor allem Red Bull aber beweisen zu wollen, dass man an dieser Passage sicher überholen könne. Red-Bull-Teamchef Christian Horner hatte das zuvor ausgeschlossen, als er Hamilton die volle Schuld am schweren Unfall gegeben hatte.

Hamilton hatte nach dem Verstappen-Crash seine Position an den Monegassen verloren. Leclerc war beim Re-Start vor Hamilton als erster ins Rennen gegangen und hatte bis zuletzt mit seinem ersten Saisonsieg liebäugeln dürfen. Während des Rennens hatte sich Leclerc immer wieder bei der Ferrari-Crew beschwert, dass sein Motor mehrmals selbstständig ausgegangen sei.

Hinter dem Top-Trio wurden die beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Daniel Ricciardo Vierter und Fünfter.

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