Johannes Lamparter

Silber-Held zu Gold-Star: "Der spielt mit mir"

Johannes Lamparter hat die zweite Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Val di Fiemme. An Jens Loras Oftebro führte kein Weg vorbei.
Sport Heute
17.02.2026, 16:58
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Der Norweger Oftebro schlug bereits im Einzel auf der Normalschanze zu, wiederholte seinen Coup nun auch im Bewerb auf der Großschanze samt Zehn-Kilometer-Langlauf. Oftebro nützte den letzten Anstieg in der letzten von vier Runden, um sich abzusetzen.

"Ich bin sehr, sehr zufrieden. Man arbeitet den ganzen Sommer dafür, dass Körper und Geist in der richtigen Verfassung sind. Es wäre sinnlos, sich über Silber zu ärgern", schmunzelte Lamparter, dem 5,9 Sekunden zur Goldmedaille gefehlt hatten. Gegen den so starken Norweger war aber kein Kraut gewachsen. "Man muss den Hut vor ihm ziehen. Er ist extrem stark. Ich habe gewusst, dass er mit mir spielt", schmunzelte Lamparter.

"Der spielt mit mir"

Und erklärte dann, was er meinte: "Er hat die anderen ausgenutzt, die Führungsarbeit zu machen. Er wollte dann sofort vorbei an mir und sofort draufdrücken. Ich bin aber mitgekommen, das hat er gecheckt", erklärte Österreichs Star-Kombinierer. "Er hat mich auf dem letzten Anstieg ein bisschen überrascht, ist mit Überspeed von hinten gekommen", so Landertinger, der selbst die Entscheidung suchen wollte. Wohl wissend, dass er in einem Sprint auf der Zielgeraden die schlechteren Karten gehabt hätte.

Trotzdem wurde das Lächeln des Gesamtweltcupführenden in der Nordischen Kombination immer breiter: "Wenn es klappert, wenn eine Medaille auf die andere schlägt, dann ist das ein echt cooler Tag. Man gewinnt nicht jeden Tag Medaillen, auch wenn die erste Medaille etwas emotionaler war", so Lamparter.

Und Oftebro? Der versuchte freilich, den Ball flach zu halten. "Ich weiß nicht, ob ich mit ihm gespielt habe. Aber ich bin es ein bisschen langsamer angegangen, habe ihn die Energie verbrauchen lassen. Diese Taktik hat gut funktioniert", schmunzelte der Doppel-Olympiasieger. Auch wenn Oftebro zugeben musste, er hätte den 24-jährigen Österreicher gerne früher geschnappt und abgeschüttelt. "Ich habe es noch einmal probiert, dann hat es perfekt funktioniert."

Ein weiteres Duell wird es am Donnerstag im Team-Sprint geben. Lamparter bildet ein Paar mit Stefan Rettenegger.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.02.2026, 18:13, 17.02.2026, 16:58
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