Simmering: Ein Bezirkschef "zum Verlieben"

Stadler (Mitte) mit den Staatsmeistern R. und K. Schmied und Bezirksrat Krenek (links).
Stadler (Mitte) mit den Staatsmeistern R. und K. Schmied und Bezirksrat Krenek (links).Garima Smesnik
Paul Stadler setzte sich vor fünf Jahren mit nur 0,9 Prozent gegen die SPÖ-Bezirkschefin durch. Er ist aber zuversichtlich, sein Amt zu behalten.

Ein "blaues Wunder" brachte die Bezirksvertretungswahl 2015 in Simmering: Mit einem Vorsprung von nur 0,9 Prozent setzte sich damals FPÖ-Kandidat Paul Stadler gegen SPÖ-Bezirkschefin Eva-Maria Hatzl durch. Und er ist trotz der für heuer vorausgesagten Verluste für die FPÖ zuversichtlich, sein Amt weitere fünf Jahre zu behalten: "Die Stimmung im Bezirk ist sehr positiv. Ich höre von vielen, dass sie zwar die SPÖ wählen wollen, auf Bezirksebene aber mich", meint Stadler (63) zu "Heute".

"Kein klassischer FPÖler"

"Vor allem die Frauen über 70 lieben mich, meine Frau ist schon ganz eifersüchtig", lacht Stadler. Ein Grund dafür ist sicher, dass er "kein klassischer FPÖler" ist. Statt auf das Thema Ausländer zu setzen, kümmert er sich um Lösungen für den Bezirk. In den fünf Jahren von Stadlers Amtszeit wurden über 30 Millionen Euro in die Simmeringer Schulen investiert und über 65.000 Quadratmeter Straßen saniert. Noch am Programm steht der Radweg Am Kanal, auf dem sicher von St. Marx bis zum Tor 11 des Zentralfriedhofs geradelt werden kann.

"In einem Bezirk gibt es nie eine große Sache, sondern Tausende kleine“

erklärt Stadler. Sollte er wiedergewählt werden ("Und wenn es nur eine Stimme mehr ist, ist es auch wurscht. Hauptsache, wir sind wieder die stimmenstärkste Partei"), will er für die U3-Verlängerung bis nach Schwechat und für ein Ärztezentrum kämpfen. "Doch leider werde ich als blauer Bezirkschef bei der Stadt nicht gerade bevorzugt", beklagt Stadler.

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