Österreich WM-Traum platzte im Sechzehntelfinale mit einem 0:3 gegen Spanien.
Auf Seiten der Spanier war der Sieg für Torhüter Unai Simón gleich doppelt besonders: Der 29-Jährige stellte einen Weltrekord auf und ist nun der Keeper mit der längsten Zu-Null-Serie der WM-Geschichte.
Mit dem Erfolg gegen Österreich schrieb Unai Simón Fußball-Geschichte. Spaniens Nummer eins blieb auch im fünften WM-Spiel in Folge ohne Gegentor und baute seine Serie auf 519 Minuten aus. Damit übertraf er den bisherigen Rekord von Italiens Walter Zenga, der bei der WM 1990 insgesamt 517 Minuten lang unbezwungen geblieben war.
Bemerkenswert: Zengas Bestmarke hatte 36 Jahre lang Bestand. Simon zog nun im Sechzehntelfinale gegen Österreich vorbei und setzte sich an die Spitze der ewigen Bestenliste. Hinter ihm folgen Torhüter-Legenden wie Iker Casillas, Peter Shilton, Sepp Maier oder Gianluigi Buffon.
Die Serie begann bereits bei der WM 2022 in Katar. Nach dem Gegentor bei der 1:2-Niederlage gegen Japan kassierte Simon in einer WM-Partie keinen Treffer mehr. Auch bei der Endrunde 2026 hielt der Athletic-Bilbao-Goalie in allen Gruppenspielen sowie gegen Österreich seinen Kasten sauber.
Der Rekord unterstreicht zugleich die enorme Defensivstärke der Spanier. Das Team von Teamchef Luis de la Fuente hat bei dieser WM noch kein einziges Gegentor zugelassen und zählt damit weiter zu den heißesten Anwärtern auf den Titel. Österreich konnte diese Serie im ersten K.-o.-Duell ebenfalls nicht beenden.
Heuer bei der WM in Amerika ließ Simon dann nichts anbrennen: Weder die Kicker von Kap Verde (0:0), noch jene aus Saudi-Arabien (4:0), Uruguay (1:0) oder Österreich (3:0) konnten den spanischen Schlussmann überwinden.