Mit dem 0:0 gegen WM-Neuling und Außenseiter Kap Verde hat Europameister Spanien zum WM-Auftakt einen Mega-Fehlstart hingelegt. Die Insel-Gruppe aus Afrika mit nur 500.000 Einwohnern sorgte für eine der größten WM-Sensationen.
Die Spanier bissen sich an der kompakten Defensive des Inselstaats die Zähne aus und kamen trotz klarer Feldüberlegenheit nicht über ein torloses Remis hinaus. Während die Fans weltweit auf die große Offensivshow der Iberer warteten, blieb ausgerechnet einer der wichtigsten Angreifer lange völlig unsichtbar.
Stürmer Mikel Oyarzabal schrieb dabei unfreiwillig Fußball-Geschichte. Laut Datenanbieter Opta hatte Oyarzabal in den ersten 30 Minuten der Partie keinen einzigen Ballkontakt. Seit Beginn der WM-Datenerfassung im Jahr 1966 war das noch keinem Spieler gelungen – oder vielmehr misslungen.
Der 29-Jährige von Real Sociedad führte in Abwesenheit der angeschlagenen Offensiv-Stars Lamine Yamal und Nico Williams gemeinsam mit Ferran Torres und Gavi die spanische Angriffsreihe an. Doch gegen die mutigen Kapverdier fehlten Ideen, Tempo und Präzision.
Immerhin steigerte sich Oyarzabal nach seiner historischen ersten halben Stunde. Am Ende verbuchte der EM-Held von 2024 noch 25 Ballkontakte und fünf Abschlüsse. Am Ergebnis änderte das allerdings nichts.
Für Spanien ist das 0:0 ein Fehlstart in die Weltmeisterschaft. In den kommenden Gruppenspielen gegen Saudi-Arabien und Uruguay steht der Europameister bereits früh unter Druck. Kap Verde hingegen darf sich nach dem sensationellen Punktgewinn über einen Traumstart freuen.