Seit fast neun Jahren ist Jessica Simpson mittlerweile nüchtern. Bei einem Konzert in Kalifornien stellte sie nicht nur ihren neuen Song vor, sondern gewährte tiefe Einblicke in ihr Leben.
Bevor die Sängerin "Give It All Away" erstmals live präsentierte, erzählte sie von den Jahren der Sucht, die sie beinahe zerstört hätten.
"Ich habe nicht verstanden, welche Traumata ich in mir trug", sagte Simpson laut dem US-Magazin "People". "Es war wirklich schmerzhaft. Und als ich anfing, in mir selbst zu suchen, erkannte ich, dass ich jemand geworden war, vor dem ich Angst hatte."
Sie sei Mutter gewesen und habe das Gefühl gehabt, kein gutes Vorbild zu sein. "Und ich fühlte mich sehr allein." Was folgte, war kein schneller Erkenntnismoment, sondern ein zäher Prozess.
"Ich habe irgendwann gemerkt, dass das Trinken meinen Schmerz nicht betäubt hat – es hat tatsächlich mehr Schmerz verursacht", sagte Simpson unter Tränen. "Es war nur eine Krücke, die nicht funktioniert hat."
Inzwischen ist Simpson fast neun Jahre nüchtern – und nimmt das nicht als Selbstverständlichkeit. "Ich bin nur ein Mensch, der noch daran arbeitet. Ich feiere jeden einzelnen Tag, an dem ich mich lebendig in meinem Körper fühle. Und ich bin sehr stolz auf mich."
Den Song, den sie gemeinsam mit Linda Perry geschrieben hat, verstand sie als Einladung: "Ich möchte, dass ihr alle wisst, dass ihr euch etwas Nachsicht gönnen solltet. Alles wird gut werden, wenn ihr es einfach loslasst."