Kratom ist ein pflanzliches Pulver aus den Blättern eines in Südostasien heimischen Baumes. Im Internet wird es als wahres Wundermittel angepriesen – gegen Schmerzen, Depressionen, Angstzustände und Entzündungen soll es angeblich helfen.
In Österreich ist Kratom nicht als Arzneimittel zugelassen. Bei Kratom fehlen behördlich geprüfte Studien zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität. Anders als bei zugelassenen Medikamenten gibt es keinen Beweis, dass Nutzen und Risiken im Gleichgewicht stehen.
Tier- und Humanstudien zeigen inzwischen: Kratom kann erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen. Zu den möglichen Folgen zählen neurologische Störungen, Abhängigkeitsentwicklung, ein Entzugssyndrom sowie Schädigungen von Leber und Niere.
Das Pulver ist im Internet unter verschiedenen Namen erhältlich, darunter Gra-tom, Krton, Katawn oder Biak-Biak. Experten raten dringend davon ab, sich von Werbeversprechen im Netz blenden zu lassen.