"Wollte fühlen, wie es ist"

Killer (17) informierte sich im Internet über das Töten

Nach der Bluttat in St. Peter am Ottersbach wählte der tatverdächtige 17-Jährige selbst den Notruf und legte ein wirres Geständnis ab. Die Details.
André Wilding
24.04.2026, 08:45
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Ein brutales Verbrechen erschüttert derzeit die Südoststeiermark. In St. Peter am Ottersbach soll ein 17-Jähriger in das Haus eines älteren Ehepaars eingedrungen sein und mit einem Messer auf die beiden losgegangen sein. Der 84-jährige Mann überlebte die Attacke nicht, seine Frau wurde schwer verletzt.

Im Ort herrscht Fassungslosigkeit. "Wie kann so etwas Schreckliches nur bei uns passieren?", fragen sich viele Bewohner gegenüber der "Kronen Zeitung". Auch Bürgermeister Reinhold Ebner zeigt sich im Gespräch mit "Heute" tief betroffen: "Der gesamte Ort steht unter Schockstarre".

Bursch war Fleischerlehrling

Der Jugendliche galt zuvor als unauffällig, zog sich jedoch zunehmend zurück. Laut den vorliegenden Informationen soll er sich intensiv im Internet mit dem Töten beschäftigt haben, heißt es in der "Krone". Zudem war er als Fleischerlehrling tätig und hatte dadurch täglich mit dem Tod von Tieren zu tun. Laut einem Bericht der Tageszeitung wollte er "fühlen, wie es ist zu töten".

Die Bluttat in St. Peter am Ottersbach dürfte geplant gewesen sein. Der 17-Jährige soll ein Messer und einen Hammer mitgenommen haben und über den Balkon in das Haus des Ehepaars gelangt sein. Nachdem er ein Fenster eingeschlagen und sich Zutritt verschafft hatte, wurden die Bewohner durch den Lärm geweckt – und trafen im Haus auf den Angreifer.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Geständnis am Notruf abgelegt

Nach der Tat flüchtete der Jugendliche zunächst, meldete sich jedoch kurz darauf selbst beim Notruf. Dort soll er laut "Krone" angegeben haben, dass er zwei Menschen mit einem Messer attackiert habe. Anschließend ließ er sich widerstandslos festnehmen.

Die Polizei stellte die mutmaßliche Tatwaffe sicher, das Handy des Verdächtigen wird ausgewertet. Der 17-Jährige sitzt derzeit in der Justizanstalt Graz-Jakomini in Haft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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