Ein Szenario wie in einem schrecklichen Traum: Gegen 2.45 Uhr – so der Stand der Ermittlungen – kletterte ein Bewaffneter im Schutz der Dunkelheit auf den Balkon eines Hauses in St. Peter am Ottersbach (Stmk.). Dann drang der Angreifer mit einem Hammer und einem Messer in der Hand in das Schlafzimmer ein und stürzte sich auf das Ehepaar im Bett.
Gnadenlos soll er immer wieder zugestochen haben, bevor er flüchtete. Zurück blieb der sterbende 84-Jährige und seine schwer verletzte Frau (80), die Alarm schlug. Schon wenig später ging der Polizei ein Verdächtiger ins Netz: Es handelt sich um einen 17-Jährigen, der mit seiner Familie nur wenige hundert Meter entfernt von dem Haus des Getöteten wohnte. Er soll blutüberströmt auf einer Straße aufgetaucht sein, das Messer hatte der Teenager bei der Festnahme noch bei sich.
Erste Ermittlungen ergaben keine Hinweise darauf, dass der junge Mann irgendeinen Kontakt mit dem Ehepaar hatte. "Er war unauffällig", so Nachbarn über den Burschen aus einer Arbeiterfamilie, der erst kürzlich für eine Lehre ausgezogen sein soll. In seiner Einvernahme soll er laut "Heute"-Infos "wirres Zeug" von sich gegeben haben, die Unschuldsvermutung gilt.