Quallen-Chips könnten bald ein Foodtrend sein

Schwimm, Qualle, schwimm!
Schwimm, Qualle, schwimm!Bild: Kein Anbieter/iStock
Quallen haben kein natürliches Feindbild - bis jetzt. Der Mensch versteht sie als mögliche Lösung für Nahrungsmittelmangel.
In Foodtrends werden einige skurrile Dinge verarbeitet.

Insekten und Algen werden als Beilage am Teller immer gewöhnlicher. In Asien gelten Quallen bereits seit Jahrhunderten als Köstlichkeit. Bei Quallen-Chips ist die Ekelschwelle für so manchen europäischen Gaumen jedoch schwer zu überwinden. Die Wissenschaft möchte für den Verzehr jedoch gute Motive angeben. Die Rettung der Welt hat viele Gesichter. (oder keines)



Lebensmittelknappheit und Überbevölkerung


Das Bewusstsein um den hinterlassenen Fingerabdruck wächst, Massentierhaltung ist ein Massenthema geworden, der Fleischkonsum wird weiter zurückgehen und manche Lebensmittelgruppen könnten knapp werden. Die Aufgaben, die an die Wissenschaft gestellt werden, sind - zugegeben - hart. Deswegen muss sie erfinderisch sein. Hier kommt die Qualle ins Spiel.

CommentCreated with Sketch.0 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Die Qualle steht ohne natürliche Feinde und bedrohtem Lebensraum da. Die Quote des Nesseltiers steigt daher in schwindelerregende Höhen. Also ist die einzig sinnhafte Schlussfolgerung des Vernunftwesens Mensch sich daran zu bereichern. Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung hat deshalb eine Methode entwickelt, um die Zubereitung von Quallen - vorrangig ungiftiger Wurelmundquallen - zu vereinfachen.

Eine besondere Herausforderung für Köche

Tatsächlich sollen Quallen sogar gesund sein. Sie haben nur wenig Kalorien, sind reich an Proteinen, enthalten kein Cholesterin, aber Selen, Kalzium, Magnesium und Natrium.



Für Köche stellen sie eine besondere Herausforderung da, da sie aus einer gelartigen Masse bestehen. Darüber kommen zwei Schichten, die der Mensch nicht verdauen kann. Beim Kochen werden sie schleimig, beim Trocknen kommen sie in einen pulvrigen Zustand. In der traditionellen asiatischen Küche legt man sie deswegen mehrere Wochen in eine Salzmischung ein. Am Ende befinden sie sich in einem knusprigen Zustand.

Die Wissenschaftler haben nun eine Lösung gefunden, den Verarbeitungsweg auf zwei Tage zu verkürzen.

(GA)
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