Kurz nach 8 Uhr früh wurden Wiener Polizeibeamten nach einem vermeintlichen Einbruch Zeugen einer brutalen Auseinandersetzung. Hinter einer eingeschlagenen Balkontür tobte eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Mehrere junge Tschetschenen hatten zuvor eine Gruppe von Frauen eingeschlagen, weil diese "ohne Erlaubnis gegen ihre religiösen Gesetze verstoßen habe" – "Heute" berichtete.
Nun werden die selbsternannten Sittenwächter durch die FPÖ auch ein Fall für das Parlament. "So etwas hat in unserem Land keinen Platz", donnert der freiheitliche Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer in einer ersten Reaktion auf den Vorfall. Er verurteilte die Tat als "widerwärtigen Gewaltakt" und macht gemäß der Parteilinie die Migrationspolitik der letzten Jahrzehnte dafür verantwortlich.
Die wichtigsten Nummern gegen Gewalt auf einen Blick:
Polizei-Notruf: 133
Euro-Notruf: 112
24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien: 01/71719
Frauenhaus-Notruf: 05 77 22
Weil es aber gerade unter der Tschetschenen-Community schon zu mehreren ähnlich gelagerten Fällen kam, will der blaue Politiker nun den neuen Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) mit diesem Sachverhalt konfrontieren. "Solche Gewaltexzesse durch Migrantengruppen [...] dürfen wir nicht einfach zur Kenntnis nehmen", so Amesbauer abschließend.