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Skandal-Aussage: So rechtfertigt sich WM-Botschafter

Der katarische WM-Botschafter Khalid Salman hat sich erneut zu Wort gemeldet. Er meinte, seine Aussagen seien "aus dem Zusammenhang gerissen" worden.

Katar bereitet sich auf die WM vor.
Katar bereitet sich auf die WM vor.
Imago

Nach dem Wirbel um seine Äußerungen zu Homosexualität als angeblichen «geistigen Schaden» hat der katarische WM-Botschafter und Ex-Nationalspieler Khalid Salman diese als "aus dem Zusammenhang gerissen" bezeichnet. Er bedaure, dass seine Äußerungen aus dem Zusammenhang gerissen worden seien, schrieb Salman am Mittwoch im Kurzmitteilungsdienst Twitter. "Jeder ist in Katar willkommen, aber unsere Religion und unsere Kultur werden sich nicht für die Weltmeisterschaft ändern."

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In einem Interview mit dem ZDF hatte Salman gesagt, während der WM würden "viele Dinge hier ins Land kommen – lass uns zum Beispiel über Schwule reden". Diese dürften zwar nach Katar kommen, müssten dort aber "unsere Regeln akzeptieren". Schwulsein sei "haram" und damit verboten, sagte der Ex-Fußballer. "Es ist ein geistiger Schaden." An dieser Stelle wurde das Interview nach ZDF-Angaben durch den Pressesprecher des WM-Organisationskomitees abgebrochen.

Große Aufregung in Sportwelt

Nach den Aussagen wird die Kritik am Gastgeberland immer lauter. Unter anderem meldete sich DFB-Star Leon Goretzka zu Wort. "Das ist schon sehr beklemmend. Das ist ein Menschenbild aus einem anderen Jahrtausend. Das ist nicht das, wofür wir stehen wollen, was wir vorleben. Es ist absolut inakzeptabel, so eine Aussage zu treffen", erklärte der Mittelfeldspieler. 

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    Reuters

    Der deutsche TV-Moderator Thomas Fleischmann setzte ein starkes Zeichen, outete sich live auf "Sky". "Laut Katars WM-Botschafter habe ich einen geistigen Schaden. Ich versuche trotzdem, irgendwie unfallfrei durch die nächsten Minuten zu kommen. Ich hoffe, Sie sind mit dabei. Willkommen bei Sky Sport News", sagte Fleischmann live auf Sendung. Ein öffentliches Bekenntnis, das gerade in sozialen Netzwerken viel Zuspruch erhielt.

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      imago/Pacific Press Agency
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