Robinson war mit Startnummer eins in den Riesentorlauf im tschechischen Weltcup-Ort gegangen, kam aber nicht in den drehend gesetzten Kurs. Läuferin um Läuferin zogen an der neuseeländischen Riesentorlauf-Spezialistin vorbei, die 24-Jährige hatte große Mühe mit dem Kurs, dem Rhythmus, ihren Schwüngen.
Ohne groben Schnitzer stand dann am Ende ein riesiger Rückstand für Robinson. 4,28 Sekunden fehlten auf die Halbzeit-Führende Sara Hector aus Schweden – eine echte Watsch´n für die Top-Läuferin.
Das zeigte sich auch einige Minuten später im Zielbereich. Da fingen die TV-Kameras die völlig verzweifelte Robinson ein. Die 24-Jährige weinte bittere Tränen. Die Enttäuschung war der Neuseeländerin ins Gesicht geschrieben. Sie musste getröstet werden.
Bereits zuletzt hinkte Robinson mit Platz 13 auf dem Kronplatz hinterher, zuvor war sie beim Super-G in Tarvis über den Zielsprung spektakulär zu Sturz gekommen, als 36. noch gewertet worden. Schmerzen nach dem Sturz seien aber nicht das Problem gewesen.
"Ich habe mit ihrem Servicemann geredet. Körperlich geht es ihr wieder viel besser, aber über vier Sekunden ist eine Watsch´n, ich verstehe, dass sie enttäuscht ist und im Kampf um die Kristallkugel ist jetzt alles vorbei für sie", analysierte "ORF"-Expertin Niki Hosp die Fahrt der Neuseeländerin.