Camille Rast hat ein hartes Wochenende im schwedischen Aare hinter sich. Nach ihrem achten Platz im Riesenslalom vom Samstag musste sie am Sonntag vor ihrer Zieleinfahrt auf Rang elf im Slalom, dem vorletzten Tanz dieser Saison, mehrmals auf die Zähne beißen.
Die starke Hüftprellung, die sich die 25-jährige Schweizerin vor zwei Wochen in Sestriere zugezogen hatte, behinderte sie. "Ich glaube, mein Körper braucht eine Pause", sagte Rast im SRF-Interview – angesprochen auf ihre anhaltenden Schmerzen. "Ich habe seit Sestriere eine intensive Zeit hinter mir." Rast konnte nach dem Sturz kaum gehen.
Der Kampf um die kleine Kristallkugel zwang Rast dazu, in Aare nach dem Riesenslalom auch im Slalom anzutreten. Das Duell in der Slalom-Weltcupwertung bestreitet die Schweizerin gegen die Kroatin Zrinka Ljutic. Es bleibt ein Krimi bis zum Schluss.
Die 21-jährige Kroatin schob sich am Sonntag um wenige Hundertstel einen Platz vor Rast und vergrößerte ihren Vorsprung vor dem Saisonfinale in den USA auf 41 Punkte. "Es ist gut, dass wir jetzt nach Hause gehen, bevor wir dann nach Amerika fliegen", sagte Rast und freute sich auf die dringend nötige Erholung.
Rund zwei Wochen Zeit hat die amtierende Slalom-Weltmeisterin bis zum Abflug zum letzten Rennen nach Idaho in Sun Valley, wo für einen Sieg nochmal 100 Punkte zu gewinnen sind. Zuvor bestreiten die Speed-Frauen im italienischen La Thuile noch zwei Super-G-Rennen und eine Abfahrt.