Wieder ist ein traditionelles Skigebiet endgültig Geschichte: Die Sonnberglifte in Wald am Schoberpass westlich von Leoben in der Steiermark wurden erfolgreich versteigert und sollen noch in den nächsten Tagen von den Käufern abgeholt werden. Das berichtet die "Kleine Zeitung".
Nachdem das Online-Auktionshaus Aurena die Anlagen vor zwei Jahren aus der Konkursmasse gekauft hatte, bemühte man sich mittels Investoren um eine Wiederaufnahme des Skibetriebs - jedoch ohne Erfolg. Dabei lag das Problem wohl nicht alleine an den in die Jahre gekommenen Liftanlagen, sondern vor allem am Klimawandel und dem damit einhergehenden Schneemangel.
Also zog man die Reißleine und versteigerte die Liftanlagen, die Schneekanonen, die Flutlichtanlage, eine Pistenraupe sowie auch ein Ski-Doo innerhalb von zwei Wochen an die Höchstbietenden. Insgesamt habe es sich um 37 Posten gehandelt, erklärte Jürgen Blematl, technischer Direktor von Aurena, gegenüber der Zeitung.
"Wir hatten insgesamt 587 Gebote für die einzelnen Anlagenteile", so Blematl. Der Großteil sei an Bieter aus Österreich gegangen, einiges jedoch auch an die Slowakei. Dabei sei der größte Posten mit 20.500 Euro die Pistenraupe gewesen. Die Umlauf-Schleppliftanlage von Doppelmayr brachte 15.600 Euro.
Wer eine Skiliftanlage brauchen kann und damit bei einer solchen Versteigerung mitbietet? "Da gibt es unterschiedliche Motivationen. Das reicht vom Hotel, das auf einem kleinen Hügel hinter seiner Anlage einen eigenen Lift haben will, bis zu Privatpersonen", so Blematl zur "Kleinen Zeitung".