Kamil Stoch kann offenbar doch nicht ganz ohne Skispringen. Der 39-jährige Pole arbeitet nach seinem Karriereende bei einem Skisprungverein in seiner Heimat Zakopane als Coach.
Bekannt wurde Stochs neue Aufgabe durch Springer Jan Galica. Der 22-Jährige erzählte nach einem Wettkampf in Szczyrk, dass die polnische Skisprung-Ikone bereits mit jungen Athleten arbeitet.
Galica hält große Stücke auf den neuen Coach. Stoch verfüge über enorme Erfahrung und viel Wissen, von seinen Ratschlägen könnten junge Springer entsprechend profitieren.
Der neue Job kommt überraschend. Noch im Mai hatte Stoch gegenüber dem polnischen Radiosender "RMF FM" erklärt, dass eine Trainerkarriere für ihn aktuell kein Thema sei. "Ich möchte mich nicht als Trainer engagieren", sagte der dreifache Olympiasieger damals.
Nun folgte offenbar die Kehrtwende. Vorerst arbeitet Stoch allerdings nicht für den polnischen Verband, sondern auf Vereinsebene in Zakopane.
Dabei muss es aber nicht bleiben. Auch Polens Nationalteam würde gerne vom großen Erfahrungsschatz des früheren Überfliegers profitieren.
Der österreichische Trainingskoordinator Stefan Horngacher hatte zuletzt den Wunsch geäußert, Stoch künftig häufiger beim Team zu sehen. Er hoffe, dass der Ex-Springer öfter bei der Mannschaft vorbeischaue und stärker eingebunden werde.
Stoch beendete nach der vergangenen Saison eine der erfolgreichsten Karrieren im Skispringen. Der Pole gewann dreimal Olympia-Gold, zweimal den Gesamtweltcup und dreimal die Vierschanzentournee.