ÖSV mit 17 Tonnen Material

Nach Todesdrama: Sicherheit bei Trainingslager im Fokus

Im Vorjahr kam Matteo Franzoso auf tragische Art und Weise beim Trainingslager in Chile ums Leben, heuer steht die Sicherheit daher im Fokus.
Sport Heute
19.08.2026, 08:57
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Mit insgesamt 17 Tonnen Material im Gepäck machen sich zehn ÖSV-Gruppen auf den Weg zum Trainingslager nach Südamerika. Neben der Vorbereitung auf die neue Saison steht dabei vor allem ein Thema im Mittelpunkt: die Sicherheit der Athleten.

Vor rund einem Jahr war der italienische Skirennläufer Matteo Franzoso bei einem Trainingsunfall im chilenischen La Parva ums Leben gekommen. Der damals 25-Jährige stürzte am 15. September im Speed-Training, durchbrach zwei Sicherheitsnetze und prallte gegen einen Holzzaun. Einen Tag vor seinem 26. Geburtstag erlag er den Folgen eines schweren Schädel-Hirn-Traumas.

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Der tragische Unfall löste anschließend eine intensive Sicherheitsdebatte aus. Auch ÖSV-Star Vincent Kriechmayr übte deutliche Kritik. "Die großen Verbände sind gefordert. Sie haben es sich zu leicht gemacht, was die Sicherheit betrifft. Sie müssen mehr investieren und sich mehr zusammentun", forderte der Oberösterreicher.

Nun sollen Konsequenzen gezogen worden sein. "Es ist viel darüber geredet worden und es wird ein neues Sicherheitspaket mitgenommen. Viele Nationen trainieren auf den gleichen Hängen, daher werden auch gemeinsam Sicherheitsnetze aufgebaut", erklärt ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher.

Die verschiedenen Skiverbände wollen bei der Absicherung der Trainingsstrecken künftig noch enger zusammenarbeiten. "Man hat sich darauf verständigt, alles noch sicherer zu machen als im Vorjahr. Es hat sich jetzt definitiv etwas getan", betont Stecher.

Unter anderem sollen sich die Nationen bei den Absperrungen besser abstimmen. Zusätzlich soll Sicherheitsmaterial vor Ort bleiben und von mehreren Teams gemeinsam genutzt werden können. Ein Restrisiko lasse sich bei den hohen Geschwindigkeiten im Speed-Bereich dennoch nicht vollständig ausschließen.

Auch logistisch ist das Übersee-Training eine große Herausforderung. Rund 17 Tonnen Material hat der ÖSV nach Südamerika transportiert. Bis Ende September absolvieren insgesamt zehn Weltcup- und Europacup-Gruppen ihre Schneetrainings in Chile und Argentinien.

"Hinter jedem Übersee-Camp steckt ein enormer logistischer Aufwand. Deshalb gilt unser Dank der Firma DSV, die uns seit vielen Jahren als Logistikpartner unterstützt", erklärt ÖSV-Alpinchef Christian Mitter.

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