Frida Karlsson wird von einem düsteren Kapitel ihrer Vergangenheit eingeholt. Ein 64-jähriger Mann, der die schwedische Langlauf-Olympiasiegerin jahrelang verfolgt hatte, soll trotz Kontaktverbots wieder versucht haben, mit ihr in Verbindung zu treten.
Der Mann war erst vor einem Jahr zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldbuße verurteilt worden. Zuvor hatte er Karlsson mit Nachrichten und Anrufen regelrecht bombardiert. Mehr als 200 Mal soll er sie angerufen haben, auf seinem Handy wurden zudem über 7000 Fotos der Athletin gefunden.
Nach dem Urteil kehrte zunächst Ruhe ein. Laut "Expressen" soll der 64-Jährige inzwischen jedoch wieder telefonisch, per SMS und über Instagram Kontakt zur 27-Jährigen gesucht haben. Daraufhin wurde erneut die Polizei eingeschaltet.
Einsicht zeigt der Mann offenbar nicht. "Ich wüsste nicht, dass gegen mich ein Kontaktverbot verhängt wurde", wird er zitiert. Nun wird erneut Anklage gegen ihn erhoben, im Spätherbst soll es zur Gerichtsverhandlung kommen.
Für Karlsson ist die Situation eine enorme Belastung. "Sie schlägt sich tapfer. Sie hat vor allem Angst vor dem Verfahren, da unser Rechtsweg unglaublich kompliziert ist", erklärt ihre Mutter.
Dabei lief es für die Schwedin zuletzt sportlich wie privat hervorragend. Im Februar gewann sie zweimal Olympia-Gold, erst kürzlich machte sie zudem ihre Beziehung mit Schauspieler Simon Lööf öffentlich.