Skoda Rapid Spaceback - Fahrbericht

Mit dem Rapid Spaceback tritt nun auch Skoda in der Kompaktklasse auf, bei einer ersten Ausfahrt hat der kompakte Tscheche viele Stärken gezeigt.

Ab Mitte Oktober steht mit dem Skoda Rapid Spaceback ein weiterer Vertreter des Kompakt-Segments bei den Händlern.

Während bei der Front des Rapid Spaceback Verwechslungen mit der Limousine nicht ausgeschlossen sind, präsentiert sich das Heck komplett neu gestaltet und auch sportlicher als bei der Limousine.

Trotzdem ist der Rapid Spaceback auch von hinten sofort wieder als Skoda zu erkennen, die markanten Heckleuchten in C-Form sind auch beim Schrägheckmodell verbaut.

Neue Ausstattungsmöglichkeiten

Er bietet zudem auch mehr Möglichkeiten zur Individualisierung als die Limousine. So ist für den Rapid Spaceback ein Panorama-Glasdach erhältlich, welches in Kombination mit der verlängerten Heck-Glasscheibe  eine durchgängige Glaskuppel beginnend mit der Frontscheibe bis weit in die Heckklappe bietet.

Dadurch entsteht im Innenraum ein ganz neues Raumgefühl, und ein sehr freundliches Ambiente. Der Rapid Spaceback ist aber trotz des sportlicheren Designs ganz auf Komfort und ein gutes Platzangebot ausgerichtet.Bei einer Länge von 430,4 cm bietet er seinen Passagieren viel Platz und kann auch mit einem 415 Liter großem Kofferraum aufwarten, der durch Umklappen der Rücksitze noch auf 1.380 Liter vergrößert werden kann.

Natürlich gibt es auch wieder die berühmten „Simply Clever“-Details wie einem beidseitig verwendbaren Gepäckraumboden oder einem im Tankdeckel untergebrachten Eiskratzer.

Fünf Motovarianten zum Start

Zum Start steht der Rapid Spaceback in fünf verschiedenen Motorvarianten zur Verfügung.  Man kann zwischen dem 1,2 TSI mit 86 PS (63 kW), dem 1,2 TSI mit 105 PS (77 kW), dem 1,4 TSI mit 122 PS (90 kW), dem 1,6 TDI mit 90 PS (66 kW) und dem 1,6 TDI mit 105 PS (77 kW) wählen.

Der 1,4 TSI ist dabei serienmäßig mit einem 7-Gang-DSG-Getriebe ausgestattet, den 90 PS Diesel gibt es auf Wunsch mit 7-Gang-DSG, statt einem manuellen 5-Gang-Getriebe.

Bei der Ausstattung kann man zwischen dem Active, dem Ambition und dem Elegance wählen. Wirft man einen Blick auf die Preisliste, stellt man fest, dass die Preise im Schnitt der Konkurrenz liegen und der Rapid nicht mehr das günstigste Angebot der Klasse darstellt.

Preise im Schnitt der Konkurrenz

Die Zeiten, als Skoda durch seine günstigen Preise aufgefallen ist, sind vorbei, der Rapid Spaceback mit dem 1,2 TSI mit 86 PS in Active Ausstattung startet nämlich bei 16.330,- Euro und liegt damit über dem Preis einiger Konkurrenten.

Dafür ist die Basisversion schon recht gut ausgestattet und bietet  ABS, ESP, sechs Airbags, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern vorne, einer Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Servolenkung, dem Radio Blues mit CD-Spieler und höhenverstellbarem Fahrersitz.

Um 17.580,- Euro startet miti gleicher Motorisierung der Rapid Spaceback Ambition, der zusätzlich noch über eine Mittelarmlehne vorne, Tempomat, einen Berg-Anfahr-Assistenten, das Maxi-DOT-Display,  und einige Zierelemente verfügt.

Im ab 19.410,- Euro erhältlichen Elegance-Modell erfreuen dann noch eine Klimaautomatik, beheizte Scheibenwaschdüsen, Dekoreinlagen in Silber, 6 Lautsprecher, ein Lederlenkrad, elektrische Fensterheber auch im Fond, das Radio Swing, beheizbare Vordersitze und 15“-Leichtmetallfelgen.

Erste Ausfahrt mit dem 90 PS Diesel

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den ab 18.230,- Euro erhältlichen 1,6 TDI mit 90 PS (66 kW) näher kennen lernen. In der von uns gefahrenen Elegance-Version kommt der Diesel dann auf 21.310,- Euro.

Gleich aufgefallen ist uns der große Kofferraum, der auch mit einem praktischen Netz und flexibel umklappbaren Sitzen aufwarten kann.

Die Gestaltung des Innenraums gleicht dann jener der Rapid Limousine, was bedeutet, dass man sich auf das Nötigste konzentriert hat und alle Funktionen leicht und intuitiv zu bedienen sind.

Gute Fahrleistungen im TDI

Der 90 PS Diesel zeigt sich im Rapid Spaceback dann als sehr agiles Aggregat. Rein Gefühlsmäßig ist man schneller als in den vom Werk versprochenen 11,9 Sekunden auf Tempo 100 km/h angelangt.

Vor allem aus niedrigen Geschwindigkeiten kann der kleine Diesel mit guter Durchzugskraft punkten, sein maximales Drehmoment von 230 Nm liefert er bereits bei 1.500 U/Min, und es bleibt bis 2.500 U/Min erhalten.

Die manuelle 5-Gang-Schaltung ist überraschend lang übersetzt, wodurch man den Vorteil hat, dass man auch auf der Autobahn noch kaum Motorgeräusche im Innenraum wahrnimmt. So geht einem ein 6. Gang fast nicht ab, selbst beim Verbrauch zeigt sich der TDI als sehr sparsam.

Sparsam im Verbrauch

Im Schnitt soll er mit 4,0 Liter pro 100 Kilometer auskommen, bei unserer ersten Ausfahrt inkl. hügeliger Passagen sind wir auf 4,9 bis 5,4 Liter gekommen, was noch in Ordnung geht.

Der Rapid Spaceback lässt sich zudem durch die geringere Fahrzeuggröße noch agiler bewegen. Fahrwerk und Federung sind zwar auch bei diesem Modell mehr auf Komfort hin ausgelegt, dennoch machen auch kurvenreiche Strecken viel Spaß. Lediglich die Lenkung könnte mehr Gefühl vermitteln und etwas direkter sein.

Skoda biete mit dem Rapid Spaceback auf jeden Fall eine interessante Alternative in der Kompaktklasse an. Auch wenn er sich preislich seiner Konkurrenz angepasst hat, bietet er noch ein vernünftiges Preis/Leistungsverhältnis.  Vor allem der 90 PS Diesel ist dabei auch für Vielfahrer interessant und hat sich bei unserer ersten Ausfahrt als idealer Begleiter erwiesen.

Stefan Gruber,

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