Skurril: Nacktschnecken verursachen Stromausfall

Zugegeben, die Schnecken mit Eigenheim sind uns meist lieber.
Zugegeben, die Schnecken mit Eigenheim sind uns meist lieber.Getty Images/iStockphoto
Am vergangenen Wochenende sorgten Nacktschnecken bei insgesamt 17 Haushalten im bayrischen Eichstätt für einen Stromausfall.

Im bayrischen Eichstätt (DE) waren am vergangenen Wochenende insgesamt 17 Haushalte kurzzeitig ohne Strom. Der Grund ist wirklich sensationell, denn offenbar sorgten kleine, schleimige Tiere für die Lahmlegung: Nacktschnecken. Laut den zuständigen Stadtwerken sind sie offenbar irgendwie durch einen Kabelschacht in die Verteilerkästen gelangt. Da der Dämmstoff aus Perlit für die Schnecken keine Barriere zu bilden scheint, soll nun mit Glaswolle nachgerüstet werden.

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Diese Geschichte ist so lustig, dass wir dazu gleich ein bisschen mehr über Nacktschnecken erzählen, denn wenn wir uns ehrlich sind: Die Schnecken mit Eigenheim sind uns wesentlich lieber, aber warum?

Wieso haben sie kein Haus?

Nacktschnecken haben im Laufe der Zeit ihr Haus nahezu gänzlich reduziert. Dadurch haben sie einen wesentlichen Vorteil zu ihren Artgenossen mit Eigenheim - sie sind viel schneller. Da sie sich gerne über Feld- und Gartenfrüchte hermachen, sind sie nicht unbedingt beliebt, aber Achtung: Das gilt nicht für die Tiger-, oder Leoparden-Nacktschnecke. Dieses - mit 20 Zentimeter Länge - imposante Kerlchen frisst nämlich nur abgestorbene Pflanzenreste und Pilze und schmaust auch gerne die roten und schwarzen Kameraden.

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Gewusst? Die Tigernacktschnecke wurde 2018/19 in Österreich zum "Weichtier des Jahres" gewählt.

"Pfui teufel"

Man fragt sich, wie eine nackte Schnecke so lange überleben konnte, auch wenn die Schale nur selten einen großen Schutz vor Fressfeinden bieten würde. Die Antwort ist ganz einfach: Die Nacktschnecke schmeckt nicht. Der klebrige und wasserbindende Schleim bedeckt die Schnecke wie eine zweite Haut und ist für Fressfeine "normaler" Schnecken einfach oft eine widerliche Barriere.

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