3 effektive Mittel gegen die Schneckenplage im Garten

Angeknabberte Salatblätter, abgefressene Blumen: Schnecken können den Hobbygärtner schnell viele Nerven kosten. So wirst du sie wieder los.

Es muss nicht immer Gift sein, wenn man gegen einen Schädling oder Unkraut ins Felde zieht. Dass es beispielsweise bei einem Schnecken-Befall im Hausgarten auch anders geht, zeigen diese drei Tipps:

Tipp 1: Absammeln

Die einfachste Möglichkeit funktioniert völlig ohne Hilfsmittel analog zum Unkraut zupfen. Beim Gartenrundgang einfach alle lästigen Schleimer einzusammeln, ist die umweltschonendste Methode, der Schneckenplage Herr zu werden.

Um nicht den ganzen Garten immer durchforsten zu müssen, kann man in regelmäßigen Abständen unbehandelte Holzbretter oder große Blätter auslegen – idealerweise auf grobem Boden. Darunter versammeln sich die Weichtiere dann von alleine, da sie sich tagsüber an dunklen, feuchten Plätzen vor der Sommerhitze verstecken.

Besonders gut funktioniert diese Methode, solange noch nichts gepflanzt wurde. Die Bretter locken nur begrenzt und stinken dann schnell gegen den Schutz des grünen Blattwerks ab.

Diese Methode ist mit etwas Aufwand verbunden, denn die Prozedur sollte wirklich täglich wiederholt werden. Schnecken sind entgegen der Klischees schneller wieder da, als man ihnen zutrauen würde.

Der Albtraum eines jeden Hobbygärtners: Nacktschnecken-Invasion im Salatbeet.
Der Albtraum eines jeden Hobbygärtners: Nacktschnecken-Invasion im Salatbeet.Getty Images/iStockphoto/tepic

Tipp 2: Schneckenzäune

Schneckenzäune sind ideal, wenn man die Schädlinge von einem eng begrenzte Beet fern halten möchte. Da sind sie auch äußerst effektiv, denn die umgebogenen Kanten stellen ein unüberwindbares Hindernis für die Schnecken da. 

Wichtig ist es laut "nordbayern.de" aber, darauf zu achten, dass nicht Blätter oder andere Pflanzen als Brücke darüber hängen und so wieder Schnecken ins Beet kommen.

Schneckenzäune aus Metall halten dauerhaft und sind stabil. Sie sollten mindestens zehn Zentimeter tief in die Erde gesteckt werden. Zum einen wegen der Stabilität und zum anderen, damit keine Schnecken darunter durchschlüpfen können.

Tipp 3: (besser kein) Schneckenkorn

Hilft alles nichts, gibt es noch Schneckenkorn als finaler Ausweg. Weil frustrierte Gartenbesitzer trotz aller Umweltgedanken oft in ihrer Verzweiflung zu diesem Gift greifen, gibt es an dieser Stelle einen Tipp zur Anwendung: bitte nur sparsam einsetzen, denn nicht jede Schnecke ist auch ein Schädling.

Das bekannte Ungeziefervernichtungsmittel tötet nämlich nicht nur die schädigenden Schneckenarten sondern auch die nützlichen. Das Molluskizid wirkt auch auf die unter Naturschutz stehenden Weinbergschnecken und andere Arten tödlich.

Weinbergschnecken sind keine Schädlinge, werden aber ebenso vom Schneckenkorn dahingerafft
Weinbergschnecken sind keine Schädlinge, werden aber ebenso vom Schneckenkorn dahingerafftGetty Images/iStockphoto/kulbabka

Ein weiteres Problem: Schneckenkorn wirkt auf große Distanzen anziehend. Schnecken kriechen teilweise aus großem Umkreis zu dem vermeintlichen Leckerbissen. Zwar tötet es die Tiere innerhalb kurzer Zeit, doch kenn es passieren, dass die Schnecken vor ihrem Tod noch ein Eigelege hinterlassen. Dann hat man den Nachwuchs bald wieder am Salat.

Und noch ganz wichtig: Schneckenkorn ist nicht nur für Schnecken giftig.

Die Kadaver der daran verendeten Schnecken sollte man erst recht wieder aufsammeln und entsorgen und auch aufpassen, dass das ausgestreute Mittel ja nicht in die Nähe von Kleinkindern oder Säugetiere kommt. 

Übermäßiges Ausstreuen ist also nicht nur gefährlich, wenn es vom Regen aufgelöst und in die Erde gespült wird, kann es auch noch das Grundwasser belasten.

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