Beim Viererbob-Weltcup in St. Moritz kam es zu einer Szene, die Wintersport-Fans an den Kult-Sportfilm "Cool Runnings" (1993) erinnert. Anders als jene jamaikanische Mannschaft, die im Kinohit den schrägen Auftritt der Bob-Quereinsteiger bei den Winterspielen in Calgary zeigte, passierte das jüngste Missgeschick erfahrenen Profis des Sports.
Der US-Schlitten um Pilot Kristopher Horn verlor in der ersten Kurve gleich drei Kollegen.
Anschieber Carsten Vissering rutschte beim Einfahren aus, der Bob geriet ins Taumeln. In der Folge wurden auch Hunter Powell und Bremser Caleb Furnell aus dem 210 Kilo schweren Schlitten geschleudert. Horn blieb alleine zurück – und raste im "Einerbob" weiter durch den Eiskanal.
Besonders brisant: Der Pilot kann während der Fahrt nicht bremsen. Erst nach der Zieldurchfahrt reagierte Horn blitzschnell, rutschte nach hinten und zog selbst die Rechenbremse. Dafür gab es Szenenapplaus von Fans und Konkurrenten.
Sportlich half das allerdings nichts. Das US-Team wurde disqualifiziert, da laut Reglement alle vier Athleten im Bob ins Ziel kommen müssen. Immerhin: Die aus dem Schlitten gefallenen Crew-Mitglieder blieben ohne schwere Verletzungen. Bitter für Horn: Schon tags zuvor war er im Zweierbob gestürzt.
Der Sieg ging an Adam Ammour, Gesamtweltcup-Leader Johannes Lochner wurde Zweiter.