Mit diesem Trick machten wir Jagd auf Mammuts

Forscher haben auf einer Deponie in Mexiko einen sensationellen Fund gemacht, der ein völlig neues Licht auf die Jagdmethoden der steinzeitlichen Menschen wirft.
Nahe Mexiko-Stadt haben Forscher des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (INAH) auf dem Areal einer geplanten Mülldeponie hunderte Knochen entdeckt, die seit tausenden Jahren in der Erde liegen. Sie stammen von mindestens 14 Mammuts.

Der Fund ist gleich auf mehrere Weisen eine Sensation: Es ist der größte Fund von Mammut-Knochen überhaupt – und er zeigt, dass die Menschen in der Steinzeit bei der Jagd viel organisierter vorgegangen sein dürften als bisher angenommen.

Die heute ausgestorbenen Tiere wurden offenbar in eine von Menschen entworfene Falle gelockt. Sie starben in einer Grube, die rund 1,7 Meter tief, mehr als 20 Meter breit war und beinahe senkrechte Wände hatte.

Unter anderem durch eine feine Staubschicht, die von einem Ausbruch des Vulkans Popocatépetl vor 14.700 Jahren stammt, konnte das Alter der Knochen recht genau bestimmt werden, wie INAH mitteilte.

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Die Entdeckung dieser Form der Mammutjagd habe die bisherige Vorstellung der Interaktionen zwischen Menschen und den Rüsseltieren in der Region völlig umgeworfen, erklärte der INAH-Chefarchäologe Pedro Sánchez Nava. Bisher wurde angenommen, dass die haarigen Riesen nur angegriffen wurden, wenn sie leichte Beute waren – etwa wenn das Mammut in einem Sumpf feststeckte und sich nicht mehr wehren konnte.



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