So hoch ist das Risiko, mit Delta im Spital zu landen

Britische Forscher haben nun das Risiko untersucht, mit einer Delta-Infektion im Spital zu landen (Symbolbild).
Britische Forscher haben nun das Risiko untersucht, mit einer Delta-Infektion im Spital zu landen (Symbolbild).HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Britische Forscher haben das Risiko untersucht, mit einer Delta-Infektion im Spital zu landen. Das Ergebnis dürfte viele Impfskeptiker überraschen.

Forscher der Universität Cambridge und der Behörde Public Health England haben mehr als 40.000 Corona-Fälle genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Das Risiko, mit einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus im Spital zu landen ist etwa doppelt so hoch wie bei der Alpha-Variante.

Ansteckender und gefährlicher

Bisher hatten Studien vor allem belegt, dass die zunächst bin Indien nachgewiesene Delta-Mutation im Vergleich zum Wildtyp ansteckender ist - ähnlich wie Schafblattern bzw. Windpocken. Gesicherte Aussagen über das Risiko schwerer Verläufe gab es kaum. Jetzt zeigen die im Fachjournal "Lancet Infectious Diseases" veröffentlichten Ergebnisse, dass Delta-Infizierte ein durchschnittlich 2,26-fach höheres Risiko für eine Spitalseinweisung innerhalb von zwei Wochen nach dem Test haben.

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Das Risiko, innerhalb von 14 Tagen eine Notaufnahme aufsuchen oder stationär aufgenommen werden zu müssen, war demnach bei Delta 1,45-fach höher als bei Alpha.

Impfung spielt eine Rolle

Unter den mehr als 40.000 untersuchten Fällen waren nur knapp zwei Prozent vollständig Geimpfte. Drei Viertel waren ungeimpft, 24 Prozent hatten einen einfachen Impfschutz. "Sich vollständig impfen zu lassen ist entscheidend, um das eigene Risiko für eine symptomatische Infektion zu reduzieren und das Risiko zu verringern, an einer Delta-Infektion schwer zu erkranken und ins Krankenhaus eingewiesen zu werden", fasst eine der Studienautorinnen, Anne Presanis von der Universität Cambridge das Ergebnis der Studie zusammen.

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Als einziges Manko ihrer Studie geben die Autoren an, dass sie keine Daten zu den Vorerkrankungen ihrer Patienten zur Verfügung hatten. Außerdem sei es möglich, dass sich die Regeln für Krankenhauseinweisungen während der Versuchsperiode geändert haben. Die Forscher versuchten zumindest, diese Faktoren in ihren Berechnungen möglichst zu minimieren.

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