So hoch ist Virus-Risiko in Schule und Friseur wirklich

Eine Friseurin beim Haare schneiden. Archivbild
Eine Friseurin beim Haare schneiden. ArchivbildHans Ringhofer / picturedesk.com
Seit 8. Februar sind Geschäfte, Friseure und Schulen wieder offen. Deutsche Forscher haben jetzt das Infektionsrisiko in diesen Innenräumen berechnet.

Mit der OIDA-Regel versucht die Stadt Wien, die Corona-Maßnahmen bürgernah zu vermitteln. In Deutschland probiert man es mit der AHA-Formel. Die Botschaft ist im Kern die selbe: Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag Maske tragen. Je mehr Menschen mitmachen, desto leichter lässt sich die Verbreitung des Coronavirus verhindern.

Trotz zu hoher Fallzahlen hat Österreich am 8. Februar teilweise wieder aufgesperrt. Menschen können wieder shoppen, Kinder dürfen zurück in die Schulen und auch körpernahe Dienstleister wie Friseure können wieder werkeln. Vielfach wird auf Eintrittstests gesetzt, doch darüber, wie hoch das Risiko einer Ansteckung in den genannten Institutionen und Geschäften eigentlich ist, herrschte teilweise Rätselraten.

Forscher der TU Berlin haben nun in einer Studie berechnet, wie groß die Ansteckungsrate wirklich ist – mit teils erschreckendem Ergebnis.

In dem am 11. Februar als Preprint – es ist noch nicht von Fachkollegen überprüft worden – veröffentlichten Papier wurde mittels Modellrechnung das Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 über virenbeladene Aerosolpartikel in verschiedenen Innenräumen ermittelt. Dabei gingen die Forscher jeweils von der Einhaltung der oben genannten AHA-Formel und regelmäßigem Lüften aus. 

Kaum Risiko beim Friseur, dafür ...

Ausgehend von einer infizierten Person errechneten sie so den R-Wert, also die Ansteckungsrate, und somit wie viele andere Personen im selben Raum maximal angesteckt werden könnten. Kritisch ist dabei die 1er-Schwelle: Ab einem Wert von 1 kann sich das Virus in der Gesellschaft weiterverbreiten.

In ihrem Vergleich stellten die Autoren Anne Hartmann und Martin Kriegel fest, dass etwa das Ansteckungsrisiko in Theatern und Kinos wesentlich geringer ist, als etwa in Klassenzimmern. Neben der Schule gelten demnach auch Restaurants und Großraum-Büros als gefährliche Virenschleudern. Die Ergebnisse der Forscher im Detail:

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