Mit iOS 18 hat Apple den iCloud-Schlüsselbund in eine eigenständige App ausgegliedert. Die "Passwörter"-App übernimmt alle bisherigen Aufgaben: das Generieren und Speichern sicherer Passwörter für Apps und Webseiten sowie Passkeys.
Der größte Vorteil gegenüber anderen Passwortmanagern: Apples Lösung ist sehr einfach zu bedienen und dabei kostenlos – ohne bei der Sicherheit zu sparen. Bei kommerziellen Anbietern ist man hingegen Preisanpassungen ausgeliefert, wie zuletzt bei 1Password Anfang 2026.
Wer von einem anderen Passwortmanager wechseln möchte, kann das ganz einfach tun, meldet "Macwelt". Man muss nur die Passwörter aus der alten App in die Apple-App importieren. Dafür gibt es zwei Wege.
Die neuere und sichere Methode nutzt das "Credential Exchange Protocol" (CXP). Seit iOS 26 wächst die Unterstützung für dieses Protokoll, mit dem Passwörter und Passkeys direkt zwischen Apps übertragen werden. Auch Android unterstützt es inzwischen.
Die ältere Methode funktioniert über den Export als CSV-Datei am Mac. Man exportiert die Daten aus dem alten Passwortmanager und importiert sie in der Mac-Version der Passwörter-App. Achtung: CSV-Dateien enthalten alle Zugangsdaten in Klartext.
Der größte Nachteil der Apple-Lösung: Sie funktioniert nicht auf Android- und Linux-Geräten. Für Windows gibt es immerhin eine App und Browsererweiterungen.
Beim Import werden möglicherweise nicht alle Einträge übernommen – etwa bei Duplikaten oder ungültigen URLs. Nach dem erfolgreichen Import sollte man exportierte CSV-Dateien unbedingt löschen.