So kompostierst du wie ein Profi – auch in Wohnungen

Ein großer Teil unserer Abfälle wäre kompostierbar. 4 Tipps, wie du eigenen Kompost ganz easy herstellen kannst.
Anstatt Gartenabfälle, Obst- und Gemüsereste sowie Eier in den normalen Abfall zu werfen und damit die Kehrichtverbrennungen zu befeuern, wäre es wesentlich besser für die Umwelt, solche organischen Abfälle zu kompostieren.

Neben dem ökologischen Mehrwert hilft ein Kompost auch beim Gärtnern: Komposterde entsteht in einem Ab- und Umbauprozess organischer Stoffe, an dem Mikroorganismen, Asseln, Strahlenpilze und Würmer beteiligt sind. Er ist ideal als Dünger für die obersten Bodenschichten, eignet sich aber nicht als Anzuchterde, da er zu nährstoffreich ist. Gemischt mit Erde und Sand ergibt er gute Blumenerde. Es gibt aber noch weitere Gründe für einen Kompost:

1. Es ist easy



So ein Kompost ist sehr einfach gemacht: Einfach ein geeignetes Behältnis an einen guten Platz (sonnen- und windgeschützt, optimal ist Halbschatten) stellen und die richtigen Dinge reinschmeißen: Voilà, ein Kompost. Für den Anfang braucht es eigentlich nur drei Dinge: Braunes (Äste, braune Blätter), Grünes (Gras, Obst- und Gemüseabfälle) und Wasser.

CommentCreated with Sketch.0 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch.

2. Würmer sind wichtig



Würmer sind an der Zersetzung der organischen Stoffe im Kompost beteiligt und entsprechend wichtig. Um anderes Ungeziefer musst du dir aber keine Sorgen machen: Solange du keine Milchprodukte und kein Fleisch kompostierst, sollte sich das Getier in und um deinen Kompost im Rahmen halten.

3. Kompost stinkt nicht



Falls der Kompost stinkt, ist er vermutlich zu feucht. Einfache Lösung: Gib mehr Braunes (Äste, abgefallene Blätter) dazu, das sollte das Problem lösen.

4. Sogar in der Wohnung geht's



Kein Garten, kein Kompost? Doch: Auch in einer Wohnung kannst du kompostieren. Und zwar mit einem sogenannten Bokashi-Kübel: Dieser wurde in den 80er-Jahren in Japan erfunden und fermentiert organische Abfälle.

Diese Methode setzt aber ein bisschen mehr Arbeit voraus: Wenn der Bokashi-Kübel fertig ist, muss der Inhalt noch mit normaler Erde gemischt und einige Wochen ruhen gelassen werden – und schon hat man die nährstoffreiche Komposterde eines großen Gartenkomposts.

. Es kann viel mehr kompostiert werden als gedacht



Auf den Kompost gehören Gartenabfälle, Rasenschnitt, Laub, Strauch- und Baumschnitt, Eierschalen, Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeesatz, Teesud, Stroh, Heu und Hobelspäne. Nichts im organischen Abfall zu suchen haben Essensreste, samentragende Unkräuter (zum Beispiel Brennnessel), Wurzelunkräuter (Giersch), Gartenabfälle mit Pflanzenkrankheiten (Feuerbrand) und mit Insektiziden behandelte Pflanzen. Alles klar? (mst/20 Minuten)

Nav-AccountCreated with Sketch. mst TimeCreated with Sketch.| Akt:
Service/RatgeberWohnenGarten

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema

CommentCreated with Sketch.Kommentieren