So leer sind die Shopping-Zentren im "Lockdown light"

So sah es am 9. November in den Wiener Einkaufszentren aus.
So sah es am 9. November in den Wiener Einkaufszentren aus.Heute
Knapp eine Woche nach Inkrafttreten des erneuten Corona-Lockdowns, machte "Heute"einen Lokalaugenschein in den großen Wiener Einkaufszentren. 

Seit Dienstag, 3. November (0 Uhr), gilt in Österreich der erneute Corona-Lockdown. Vor allem Gastronomiebetriebe, Kultur- und Sportstätten müssen seither auf Kundschaft und somit Einnahmen verzichten. Die großen Einkaufszentren dürfen zwar weiterhin wie gewohnt öffnen, dennoch machen sich auch in der Handelsbranche die Folgen des Lockdowns bemerkbar. 

Der Handelsverband spricht in einer Aussendung am Montag von "dramatischen Frequenz- und Umsatzverlusten". So heißt es in der Stellungnahme: "Der zweite Lockdown inkl. nächtlicher Ausgangsbeschränkungen zwischen 20:00 und 06:00 Uhr hat die angespannte Lage vieler heimischer Betriebe weiter verschärft." 

"Fast alle stationären Händler verlieren sowohl durch den Homeoffice-Effekt als auch durch die neuen Restriktionen dramatisch. Mode- und Schmuckhändler berichten von bis zu -80 Prozent Umsatzrückgängen, die Lebensmittelgroßhändler gar von -90 Prozent. Vielerorts sind die Zahlen katastrophal", warnt der Handelsverband. "Heute"machte am Montag den Lokalaugenschein im Gerngross-Center in Wien-Neubau und in der "Mall" in der Landstraße. Der Lokalaugenschein bestätigt die Angaben des Handelsverbandes, von dichtem Gedränge, wie sonst üblich, ist weit und breit nichts zu sehen.

Plädoyer an die Politik

Der heimische Handel habe volles Verständnis für die neuen Corona-Maßnahmen des Gesundheitsministers. Genau dieses Verständnis erwartet sich der Handel aber auch vom Gesundheitsminister, so Rainer Will, Sprecher des österreichischen Handels. Transparente Kommunikation sei aber die Basis für Planungssicherheit, sowohl für die Konsumenten als auch für die Händler.

"Was wir nicht brauchen können, sind täglich neue, vage Ankündigungen über etwaige Verschärfungen und im Nachgang verzögerte Verordnungen. Im Ergebnis hat sich die Sparquote bereits fast verdoppelt, was den Wirtschaftskreislauf hemmt", gibt Will den Frust der Branche wieder, der ihn aus allen Bundesländern erreicht. Außerdem fordert Will "das volle Spektrum an Wirtschaftshilfen, welche die EU vorsieht".

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