Die Tschauner Bühne unterhält

So lustig kann Menopause sein – Nowaks neues Kabarett

In "Urfröhlich" macht Reinhard Nowak auch vor Ehe und Menopause nicht Halt. Warum seine Frau trotzdem mitlacht, verrät er im "Heute"-Gespräch.
Anna Wallinger
22.07.2026, 06:00
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Warum schaut Reinhard Nowak eigentlich immer so grantig? Genau diese Frage brachte den Kabarettisten auf die Idee für sein neues Programm "Urfröhlich", mit dem er am 22. Juli auf der Tschauner Bühne gastiert. Gemeinsam mit Autor Leo Bauer nimmt er darin das Älterwerden, das Eheleben, Diäten – und die Menopause seiner Frau – humorvoll aufs Korn.

"Der Ausgangspunkt für das Programm war eigentlich, dass mich in letzter Zeit ständig Leute gefragt haben, warum ich so grantig schaue", erzählt Nowak. Dabei sei er beim Einkaufen schlicht konzentriert. "Die Leute glauben halt immer, dass man, wenn man auf der Bühne lustig ist, privat auch in jeder Sekunde lustig sein muss."

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Humor will gelernt sein

Der Kabarettist setzt lieber auf Situationskomik als auf Pointen im Sekundentakt. Einen Vorgeschmack gibt er gleich selbst: "Ich erwarte mir ja auch nicht von einer Fußpflegerin, dass sie mir, wenn ich privat mit ihr beim Heurigen sitze, geschwind unterm Tisch die Zehennägel schneidet."

Im Mittelpunkt von "Urfröhlich" steht immer wieder seine Ehe. Seine Frau spiele darin eine große Rolle – "und sie kommt dabei nicht immer gut weg", sagt Nowak im "Heute"-Gespräche lachend. Ganz ohne Liebeserklärung endet der Abend aber nicht: "Am Schluss des Programms entschuldige ich mich dann auch bei meiner Frau."

Erfolgsrezept für die Ehe

Humor sei überhaupt das Erfolgsrezept ihrer Beziehung. "Meine Frau und ich können über dieselben Sachen lachen. Das verbindet uns", sagt der Schauspieler. Und mit einem Augenzwinkern ergänzt er: "Wenn sie einmal über einen Witz nicht lacht, dann weiß ich: Der war zu nah an der Wahrheit."

Auch die Menopause seiner Frau wird zum Thema – allerdings ohne sie bloßzustellen. Im Gegenteil: "Durch die Menopause ist meine Frau vielleicht sogar etwas ruhiger und einsichtiger geworden und schlichtet einen Streit schneller als früher", scherzt Nowak. Gleichzeitig betont er, dass er sich stets bemühe, "keine frauenfeindlichen Witze zu machen".

Neben Ehekrisen und Hitzediskussionen im Sommer beschäftigt sich "Urfröhlich" auch mit Ernährung, Abnehmen und dem Älterwerden. Zum Finale wird es sogar musikalisch: Reinhard Nowak singt Hildegard Knefs Klassiker "Aber schön war es doch" – passend zum Motto des Abends.

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